Re: Sind wir eine besondere Spezies?

Posted by: Anonymous

Re: Sind wir eine besondere Spezies? - 08/29/04 06:20 PM

> Was sind das für Leute die viel, oft und regelmäßig mit dem Rad fahren?

Habe ich mich nie gefragt. Aber, sie scheinen alle ihre eigenen Motive zu haben.


> Was ist "das Besondere" am Radfahren, was andere "Sportarten nicht haben2.

Die Freiheit? Der einfache Einstiegspunkt (man muß nicht erst lernen, trainieren, sondern kann gleich losfahren), die Unkompliziertheit? Die Effizienz (man kommt einfach gut voran)?


> Aus welchem Grund fahrt ihr Rad?

Meine Autos waren immer Schrott. Vor dem Motorwechsel sprang meins im Winter nie an (ich glaube ernsthaft, das hat mir einen "Knacks" versetzt ;-) ). In der Stadt nach einem Parkplatz zu suchen, ist grauenhaft. Autos sind schweineteuer, verschandeln alles und machen Lärm. - Autos mag ich wirklich nicht mehr, und ich muß sie auch nicht mögen.

Beim öffentlichen Nahverkehr stört mich die Abhängigkeit von den Fahrplänen. Ich bin spontan und unabhängig. Mein Rad steht vor der Tür.

Im Urlaub gibt es noch die Alternative Wandern. - Gerade in schönen Gegenden hatte ich mir oft gewünscht, jetzt ab durch die Hecke und den Asphalt hinter mir gelassen. - Andererseits müßte ich da viel enger planen und mir noch mehr Gedanken um meine Ausrüstung machen.


> Sind wir "Fanatiker", ein bißchen "verrückt...?"

"Wir"?


> Wie seit ihr an "den Bazillus Radfahren" gelangt?

"Bazillus"? Für mich ist Radfahren eine vollkommen praktische Angelegenheit, über die ich noch nicht weiter nachgedacht habe.


> Hat euer Partner/Bekannte Umfeld volles Verständnis dafür...?

Ich gelte schon als "Radfahrer", und der eine oder andere wird's mir in Teilen auch schonmal "nachgemacht" haben. - Dabei kommt jeder zu seinen eigenen Schlüssen (z.B., an schönen Tagen, und dann plötzlich Mountainbiking extrem).
Wo ich wohne (viele Studenten), ist Rad zu fahren die normalste Sache der Welt.
Beim Extremere-Sachen-machen (Z.B. mit viel Gepäck) bin ich fast durchwegs auf viel "Gegenliebe" gestoßen. Man ist "der König", Autos lassen einen trotz Vorfahrt vor, in der Innenstadt heben alte Männer schmutzige Taschentücher auf, damit man nicht absteigen muß, in abgelegeneren Gegenden grüßen einen alle "Eingeborenen", und man kommt in's Gespräch.


> Seht ihr euch anders als die Kollegen "Rennradfahrer"?

Nein, Rennradfahren ist klasse. Hatte selbst viele Jahre eine "Rennmaschine" (Raleigh, zuletzt 20 Jahre alt, keine V-Brakes, Schaltung ohne Einrastungen, 10,5 kg - *IST DAS ZU VIEL?*) - bis sie mir gestohlen wurde - nun ein gutes Trekking-Allround-Rad (das deutlich praktischer ist und vielseitiger).
Wenn Leute aber ein tolles Rad, Trikot, Helm brauchen, um sich den (Sommer-)"Kick" zu holen: schon ein bißchen. Aber sie stören auch nicht groß, und darunter mögen viele sein, die es noch einmal viel besser draufhaben als ich.
Ich fahre einfach rad, ziehe Radurlaube vor, fahre am Wochenende gern mal erschöpfend - und das ohne weitere Philosopie.


> Und zum guten Schluß: Was tragt ihr an "Klamotten"wenn`s langsam kalt wird?

Immer Zwiebel, nicht nur beim Radfahren.
Was wasserdichtes für obendrüber, wasserdichte Handschuhe, Regenmütze mit großem Schirm (wegen der Brille).
Wechselkleidung kann etwas feines sein.