Posted by: Toxxi
Re: Ostern 2015 in Berlin/Brandenburg - 04/08/15 09:04 PM
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So, 5.4.15
Wie gesagt, ich fahre allein weiter. Nicht weil ich die anderen nicht mehr leiden kann, sondern weil ich zum einen gern allein fahre, und zum anderen meine gefahren Strecken gern per Rad verbinden möchte. Von Görlitz oder Zittau bin ich schon mehrmals in Richtung Südosten gefahren, aber noch nie von Berlin dort hin.

Ich fahre ein gutes Stück entlang des Spreeradweges. Die Spress ist dort unten ein kleines verträumtes Flüsschen, dass durch Wälder und Wiesen fließt. Dann biege ich von der Spree ab und fahre den Froschradweg in Richtung Neiße. Die Gegend gefält mir ausgesprochen gut.

Je weiter nach Südosten man kommt, desto hügeliger wird es. Das macht das Fahren für mich deutlich angenehmer. Man hat immer wieder mal schön Blicke, und es ist mehr Abwechslung in der Landschaft.

Ich spiele ein wenig mit dem Selbstauslöser der Kamera herum. Es klappt ganz gut, aber ein kleines Stativ wäre trotzdem nicht schlecht.

Klar, zum Ostersonntag gibt es nur zwei Typen von Gaststätten: volle Gaststätten und geschlossene Gaststätten. Also wird an einer windstillen Ecke der Kocher aufgebaut, es gibt Kaffee, Kekse und getrocknete Datteln.
Ich stelle wieder mal fest, dass löslicher Kaffee eine im Prinzip ungenießbare Brühe ist.
Das fällt mir umso unangenehmer auf, weil ich bisher auf der Reise echtes türkisches Kaffeepulver dabei hatte
(staubfein gemahlen, am laut Boulevardpresse schlimmsten und gefährlichsten Platz Neuköllns in einem türkischen Markt gekauft). Da bin ich natürlich in den letzten Tagen verwöhnt worden.

In Richtung Görlitz wird es immer hügeliger, und dann kommt eine kleine feine asphaltierte Passstraße (naja... 320 m Höhe) durch den Wald.

Beim ehemaligen Steinbruch von Königshain kommen ich plötzlich aus dem Wald und sehe das Neißetal vor mir.
Görlitz, und damit was richtiges zu Essen, liegen zum Greifen nahe.
Auf der ehemaligen Bahntrasse, die zum Steinbruch führte, verläuft jetzt der Kreisbahnradweg bis nach Görlitz. Fährt sich ausgesprochen gut mit mildem Gefälle.

Nach der letzten Diskussion mit Falk will ich mir das Neißetalviadukt ansehen - tatsächlich, kein Fahrdraht! Man kommt nur mit Dieselloks nach Polen. Eigentlich ist das Bild recht trostlos und grau mit den ganzen kahlen Bäumen. Die Kamera kann das ein wenig impressionistisch aufhübschen. Ich habe vom gleichen Standort vor ein paar Jahren mal ein Bild im Herbst gemacht - es ist um Längen schöner, wenn die Bäume alle gelb und rot sind.
Also müssen wir die Tour nochmal wiederholen.

Ich fahre dann schnurstracks ins polnische Zgorzelec, um was zu essen. Das Lokal "Przy Jakubie" (dt: Zum Jakob) kannte ich schon von einer anderen Tour. Dort ist es urgemütlich, die Bedienung ist nett und das Essen schmeckt gut. Passend zu Ostern gab es Kaninchen mit Klößen und Rotkohl, das Bild ist weiter oben schonmal verlinkt.
Warum das Lokal so heißt? Dort lebte der Philosoph Jakob Böhme, den ich ohne dieses Restaurant allerdings auch nicht kennen würde.

Die Rückfahrt nach Berlin mit dem Nahverkehr verläuft unkompliziert, es ist nicht wirklich voll. Berlin hat mich wieder, und ich habe noch den Ostermontag zum Ausruhen.
Gruß
Thoralf
So, 5.4.15
Wie gesagt, ich fahre allein weiter. Nicht weil ich die anderen nicht mehr leiden kann, sondern weil ich zum einen gern allein fahre, und zum anderen meine gefahren Strecken gern per Rad verbinden möchte. Von Görlitz oder Zittau bin ich schon mehrmals in Richtung Südosten gefahren, aber noch nie von Berlin dort hin.

Ich fahre ein gutes Stück entlang des Spreeradweges. Die Spress ist dort unten ein kleines verträumtes Flüsschen, dass durch Wälder und Wiesen fließt. Dann biege ich von der Spree ab und fahre den Froschradweg in Richtung Neiße.
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Je weiter nach Südosten man kommt, desto hügeliger wird es. Das macht das Fahren für mich deutlich angenehmer. Man hat immer wieder mal schön Blicke, und es ist mehr Abwechslung in der Landschaft.

Ich spiele ein wenig mit dem Selbstauslöser der Kamera herum. Es klappt ganz gut, aber ein kleines Stativ wäre trotzdem nicht schlecht.

Klar, zum Ostersonntag gibt es nur zwei Typen von Gaststätten: volle Gaststätten und geschlossene Gaststätten. Also wird an einer windstillen Ecke der Kocher aufgebaut, es gibt Kaffee, Kekse und getrocknete Datteln.

Ich stelle wieder mal fest, dass löslicher Kaffee eine im Prinzip ungenießbare Brühe ist.



In Richtung Görlitz wird es immer hügeliger, und dann kommt eine kleine feine asphaltierte Passstraße (naja... 320 m Höhe) durch den Wald.

Beim ehemaligen Steinbruch von Königshain kommen ich plötzlich aus dem Wald und sehe das Neißetal vor mir.



Nach der letzten Diskussion mit Falk will ich mir das Neißetalviadukt ansehen - tatsächlich, kein Fahrdraht! Man kommt nur mit Dieselloks nach Polen. Eigentlich ist das Bild recht trostlos und grau mit den ganzen kahlen Bäumen. Die Kamera kann das ein wenig impressionistisch aufhübschen. Ich habe vom gleichen Standort vor ein paar Jahren mal ein Bild im Herbst gemacht - es ist um Längen schöner, wenn die Bäume alle gelb und rot sind.
Also müssen wir die Tour nochmal wiederholen.


Ich fahre dann schnurstracks ins polnische Zgorzelec, um was zu essen. Das Lokal "Przy Jakubie" (dt: Zum Jakob) kannte ich schon von einer anderen Tour. Dort ist es urgemütlich, die Bedienung ist nett und das Essen schmeckt gut. Passend zu Ostern gab es Kaninchen mit Klößen und Rotkohl, das Bild ist weiter oben schonmal verlinkt.
Warum das Lokal so heißt? Dort lebte der Philosoph Jakob Böhme, den ich ohne dieses Restaurant allerdings auch nicht kennen würde.

Die Rückfahrt nach Berlin mit dem Nahverkehr verläuft unkompliziert, es ist nicht wirklich voll. Berlin hat mich wieder, und ich habe noch den Ostermontag zum Ausruhen.

Gruß
Thoralf