Posted by: veloträumer
Re: Übernachtung - 11/25/14 11:50 PM
In Antwort auf: Mooney
Im Elsaß/Vogesen sah es letzten Monat glücklicherweise besser aus. Vor allem war es nicht nur ein bißchen Baguette, sondern immer so viel, daß wir satt wurden...
Sollte im Süden Frankreichs das Frühstück deutlich armseliger sein, etwa so, wie ich es in Italien zähneknirschend erleben durfte, möchte ich da nicht unbedingt hin.
Sollte im Süden Frankreichs das Frühstück deutlich armseliger sein, etwa so, wie ich es in Italien zähneknirschend erleben durfte, möchte ich da nicht unbedingt hin.

Die Grenze ist nicht Nord-Süd, sondern Elsass/Restfrankreich. Elsass hat eine Reihe von deutschen Einfüsen, historisch, aber auch heute durch die Grenze (Pendler) und Nahtouristen. Ich habe das jüngst einem Sachsen in einem Vogesenörtchen erklärt, wie man in Frankreich erkennt, dass man im Elsass ist: Am Frühstück und an den Toiletten. Beides hat in Rest-Frankreich ein untergeordnete Bedeutung. Natürlich sind die Ansprüche heute etwas internationalisiert und es gibt in allen Teilen des Landes auch Ausnahmen, zudem steigt auch mit größerem Geldbeutel die Chance auf ein besseres Frühstück. In Italien gilt übrigens auch eine Frühstücksgrenze. Ordentliches Frühstück gibt es in deutsprachigen Raum (Südtirol, Trentino), auch manchmal noch in angrenzenden Alpenbereichen, insbesonder wo internationaler Skitourismus ist. Aosta-Tal ist aber wieder ganz schlecht, weil sich beide romanischen Gruppen (frz./ital.) mischen - also kein Platz für Wikinger-Allüren. Das spanische Frühstück finde ich übrigens noch meist schlechter als dass in Frankreich oder Italien. In einer Herberge gab es sogar mal nur ein Heißgetränk ohne irgend etwas Kaubares. Für alle romaischen Länder gilt, dass nebst internationalem Hotelgewerbe auch die Bed-&-Breakfast-Kultur zur Besserung des Frühstücks beigetragen hat - meist besser als in Hotels. B&B boomt, Hotels kriseln.