Posted by: cyclist
Re: Besondere Reisebekanntschaften - 07/07/04 08:43 PM
Hallo !
Ein paar skurile + nette Dinge hab ich ja nun auch schon erlebt!
Z.B. morgens am 23.12.1994 (!!!) in einem kleinen Dorf inmitten der Südinsel Neuseelands. Dort glaubten mein Kollege und ich, Halluzinationen zu haben bzw. uns im Datum geirrt zuhaben. Wir sahen dort, vor einem kleinen Laden eine Postbotin incl. schwerbepacktem Postrad in einem Weihnachtsmannfraukostüm incl. Gummistiefeln....
Und das trotz ca. 24°C...
Auf Nachfrage hiess es, dass sie das schon seit über 10 J. am 23. so machen würde, sprich die Post so auszutragen.
Auf der Krim hab ich mich einer ziemlich bunten russischen Radlergruppe aus der Stadt Orel für eine Woche angeschlossen, da mein ukrainischer Radelpartner leider kalte Füsse bekommen hatte...
Der Kopf der 5-köpfigen Gruppe war um die 42 J., Psychologe + Psychiater sowie Chefradmechaniker, dann war da noch ein Ingeneur mit einem für deren Verhältnisse sehr gutem deutschem Baumarktrad, ein 14 - jähriger Schüler, eine Informatikerin, sowie ein Kraftwerksarbeiter mit Nerbenjob "dogcutter"
- was Hundefrisör heissen sollte
Wir trafen uns in Bachtschissaraij am dortigen Khanpalast und beschlossen - nachdem wir feststellten, das wir beide entlang der Krim-Küste fahre wollten - zusammen zu reisen.
Wir hatten - trotz der sprachlichen Schwierigkeiten (einfache Sachen konnte ich mit russisch machen, schwierige mit englisch, der 14-jährige Stas sprach gut engl.) - viel Spass miteinander, konnten auch einiges voneinander lernen!
Haben uns gegenseitig u.a. von den vielen Radreiseerlebnissen erzählt, die wir 6 schon erlebt hatten.
Am 2. Tag bekamen wir sogar noch mal Zuwachs, ein Moskoviter mit ´nem Marin-MTB kam noch für 2 Tage mit uns mit, allerdings mochte er abends lieber mit Kollege Wodka quatschen, als mit uns, zudem war er das Chaos in Person, so das wir dann wieder zu 6. weiterfuhren...
Bin nach den 6 Tagen wieder alleine weiter, die 700km nach Donezk hoch...
Leider war nach der Tour keine Kommunikation mehr möglich (Mails kamen nicht an).
Im russischen Teil Kareliens, nahe der Stadt Kondopaga ? , trafen wir auf der Autobahn von St. Peterburg nach Murmansk, 2 radreisende "Gestalten" - dachten erst es wäre eine Sinnestäuuschung, da wir bis dahin noch keinen Radtouristen getroffen hatten. Fuhren zuerst sogar aneinander vorbei, dann drehten wir aber beide wieder um, nach dem Motto "da war doch was
"
Daraus wurde dann ein 2 stündiges Gespräch, auf russisch + englisch radebrechend.
Die beiden kamen aus Astrachan (am Nordrand des Kaspischen Meeres), hatten nur ein 1-Gang Rad bzw. ein 3-Gang Kettenschaltungsrad (dafür hatte dessen Fahrer einen Stock zum schieben des anderen Rades...) und sind innerhalb von knapp 30 Tagen die 3000km die Strecke gefahren!!! Gegen deren Ausrüstung wäre selbst die von Dodo purer Luxus!!!
Deren Reisemotto war auch "Das Leben ist eine Reise - Die Reise ist das Leben"
Deren beider Ziel war das Gulak am weissen Meer, in dem Solschenizyn inhaftiert war. Einer der beiden war Philologe, der andere Soziologe, hatten beide gerade fertig studiert.
Hatten nach der Tour sogar noch Kontakt, hatten ihnen Bilder gemailt und von der restlichen Tour erzählt.
Die ganze Story der Tour, incl. einem Bild der beiden, gibts hier. (der mit dem blauen Helm bin ich
).
Hätte da - wie viele andere auch - noch einige weitere nette + weniger nette Geschichten zu erzählen (ersteres ist deutlich in der Mehrzahl bei mir vorhanden!)
.
Ein paar skurile + nette Dinge hab ich ja nun auch schon erlebt!

Z.B. morgens am 23.12.1994 (!!!) in einem kleinen Dorf inmitten der Südinsel Neuseelands. Dort glaubten mein Kollege und ich, Halluzinationen zu haben bzw. uns im Datum geirrt zuhaben. Wir sahen dort, vor einem kleinen Laden eine Postbotin incl. schwerbepacktem Postrad in einem Weihnachtsmannfraukostüm incl. Gummistiefeln....

Auf Nachfrage hiess es, dass sie das schon seit über 10 J. am 23. so machen würde, sprich die Post so auszutragen.
Auf der Krim hab ich mich einer ziemlich bunten russischen Radlergruppe aus der Stadt Orel für eine Woche angeschlossen, da mein ukrainischer Radelpartner leider kalte Füsse bekommen hatte...
Der Kopf der 5-köpfigen Gruppe war um die 42 J., Psychologe + Psychiater sowie Chefradmechaniker, dann war da noch ein Ingeneur mit einem für deren Verhältnisse sehr gutem deutschem Baumarktrad, ein 14 - jähriger Schüler, eine Informatikerin, sowie ein Kraftwerksarbeiter mit Nerbenjob "dogcutter"



Wir trafen uns in Bachtschissaraij am dortigen Khanpalast und beschlossen - nachdem wir feststellten, das wir beide entlang der Krim-Küste fahre wollten - zusammen zu reisen.
Wir hatten - trotz der sprachlichen Schwierigkeiten (einfache Sachen konnte ich mit russisch machen, schwierige mit englisch, der 14-jährige Stas sprach gut engl.) - viel Spass miteinander, konnten auch einiges voneinander lernen!
Haben uns gegenseitig u.a. von den vielen Radreiseerlebnissen erzählt, die wir 6 schon erlebt hatten.
Am 2. Tag bekamen wir sogar noch mal Zuwachs, ein Moskoviter mit ´nem Marin-MTB kam noch für 2 Tage mit uns mit, allerdings mochte er abends lieber mit Kollege Wodka quatschen, als mit uns, zudem war er das Chaos in Person, so das wir dann wieder zu 6. weiterfuhren...

Bin nach den 6 Tagen wieder alleine weiter, die 700km nach Donezk hoch...
Leider war nach der Tour keine Kommunikation mehr möglich (Mails kamen nicht an).
Im russischen Teil Kareliens, nahe der Stadt Kondopaga ? , trafen wir auf der Autobahn von St. Peterburg nach Murmansk, 2 radreisende "Gestalten" - dachten erst es wäre eine Sinnestäuuschung, da wir bis dahin noch keinen Radtouristen getroffen hatten. Fuhren zuerst sogar aneinander vorbei, dann drehten wir aber beide wieder um, nach dem Motto "da war doch was

Daraus wurde dann ein 2 stündiges Gespräch, auf russisch + englisch radebrechend.

Die beiden kamen aus Astrachan (am Nordrand des Kaspischen Meeres), hatten nur ein 1-Gang Rad bzw. ein 3-Gang Kettenschaltungsrad (dafür hatte dessen Fahrer einen Stock zum schieben des anderen Rades...) und sind innerhalb von knapp 30 Tagen die 3000km die Strecke gefahren!!! Gegen deren Ausrüstung wäre selbst die von Dodo purer Luxus!!!
Deren Reisemotto war auch "Das Leben ist eine Reise - Die Reise ist das Leben"
Deren beider Ziel war das Gulak am weissen Meer, in dem Solschenizyn inhaftiert war. Einer der beiden war Philologe, der andere Soziologe, hatten beide gerade fertig studiert.
Hatten nach der Tour sogar noch Kontakt, hatten ihnen Bilder gemailt und von der restlichen Tour erzählt.
Die ganze Story der Tour, incl. einem Bild der beiden, gibts hier. (der mit dem blauen Helm bin ich

Hätte da - wie viele andere auch - noch einige weitere nette + weniger nette Geschichten zu erzählen (ersteres ist deutlich in der Mehrzahl bei mir vorhanden!)
