Posted by: HyS
Re: Wenn das Navi unterweg den geist aufgibt... - 08/05/13 07:49 PM
In Antwort auf: Toxxi
In Antwort auf: Keine Ahnung
Markierungen von Radwegen (so ich diese überhaupt entlangfahre) haben häufig die schlechte Angewohnheit, genau da zu fehlen, wo ich dringend einen Hinweis bräuchte, wo ich nun weiterfahren soll.
Genau das war auch ein Teilgrund für mich, sich ein Navi anzuschaffen. Es reicht, wenn ein einziger Wegweiser fehlt - dann verliert man den Radweg und findet ihn nicht wieder.

In Vor-Navi-Zeiten bin ich deshalb auch meistens Landstraße gefahren. Dort stehen überall Wegweiser, mit denen ich mich zurechtfinden konnte. Radwege habe ich gemieden, nachdem mich die Schildersucherei irgendwann extrem genervt hatte.
Ich denke für Deutschland quer durch mit einer Mischung aus Radwegen (ohne einem Fernradwanderweg zu folgen), Feld- und Waldwegen ist das Navi tatsächlich noch am sinnvollsten. Norwegen oder Island z.B., wo man auf Straßen und Pisten fährt ist es völlig sinnlos.
Ich fahre aber auch teils wie jetzt gerade in Norwegen sehr spontan und dann vor Ort auch mal eine andere Strecke als ursprünglich geplant, weil es vor Ort besser aussieht.
Die Radwanderwege sind inzwischen aber doch schon sehr gut ausgeschildert, da kann man sich wirklich drauf verlassen, zumindest hier in Süddeutschland und in der Schweiz. Gerade in der Schweiz habe ich teils nicht mal mehr Karten mit, stehen ja immer mal wieder Infotafeln mit Karte herum die Knipse ich ab für den Notfall.
Zusätzlich zu den Radwanderwegen werden aber auch immer öfter neutrale Radwegverbindungen beschildert, so das auch dadurch das navigieren immer einfacher wird.
Ich kann aber auch noch eine andere Erfahrung beisteuern: vor Ort habe ich selbst Radwege ausgeschildert und das wirklich gut und meiner Meinung nach idiotensicher. Es gibt aber tatsächlich Radler, die übersehen auch die bestens platzierten Schilder. Ich war gerade dienstlich mit dem Rad unterwegs und wurde von einem Neckartalradwanderer nach dem Weg befragt, da ja die Beschilderung angeblich mangelhaft sei. Ich habe mir dann von dem Radler zeigen lassen, wo angeblich ein Schild fehlen würde. War ihm dann ziemlich peinlich...

Fehlende Schilder sind eigentlich extrem selten, eher sind sie mal verdreht und wie Uli schon richtig sagt, man hat ja noch die Gegenrichtung und weiß woher man selbst kommt.
Letztlich muss man sich gerade auch mit dem Navi einige Zeit beschäftigen um es überhaupt zu verstehen. Das kostet viel Zeit und die Reise vorher einzugeben ebenfalls. Allein wenn ich wie bei Garmin üblich einen 30 stelligen Code zur Freischaltung eingeben muss, würde ich schon einen Koller bekommen.
Wäre das GPS am Rad so einfach wie am Auto, dann wäre es wirklich fortschrittlich.