Posted by: kona
Re: Wie oft Notruf per Mobiltelefon? - 02/08/12 10:49 PM
In Antwort auf: veloträumer
Die Zwanghaftigkeit zum Mobiltelefon nimmt heute ähnliche Züge an wie beim Auto (kein Job ohne Handy usw.) - genauer gesagt, sie droht noch tiefer ins Leben einzudringen, weil immer mehr Funktionen darauf abgelegt werden (z.B. als Bezahlsystem, als Identitätsnachweis usw.). Die Zwanghaftigkeit endet auch nicht mit dem Mobiltelefon als solches, sondern geht mit dem Innovationshype weiter.
Diesem Zwang muß ich mich (zumindest lange nicht so stark, wie von dir beschrieben) aussetzen. Andere sind handysüchtig. Aber ich kann ja nichts dafür.

In Antwort auf: veloträumer
Denn es muss immer das neueste sein, und der Trend geht zum Mehrfachhandy.
Mein altes Handy zerfiel nach vielen Jahren und einigen Akkus praktisch. Und da es so einfache Teile (nur mit Telefonie-Grundfunktion) kaum noch gibt, schaute ich mir mal so ein Smartfon genauer an.
Nun, dank OSM und GPS brauche ich mir (im Gegensatz zu vielen anderen Leuten) nicht extra ein Fahrradnavi zulegen. Um ab und an mal eine Positionsbestimmung durchführen zu können, reichen mir die gebotenen Funktionen.
Dank Internet mal schnell unterwegs Bus- oder Bahnfahrpläne abrufen können spart mir aufwendigere "Notfallplanungen".
Extra deswegen hätte ich mir kein neues Gerät gekauft. Nur, wie schon gesagt, das alte Handy war nun wirklich fertig.
Dass das Handy eine Menge Funktionen hat, die ich nicht benötige ... Nun, ich kann sie ignorieren.

In Antwort auf: veloträumer
Dabei wird der gleiche Fehler wie beim Auto genacht: Die Folgen einer solch einseitigen Präferenz eines Produktes werden verdrängt und ausgeblendet, in Zeiten des Hypes wird Kritik abgebügelt. Die Resourcenfrage ist auch hier schon heute relevant (Energie, seltene Erden-Rohstoffe). Wer beim Technik-Schick nicht mitmacht, ist out.
Holla die Waldfee. Bitte nicht alle Leute in einen Topf werfen.
Deine guten Argumente könnten sonst ganz schnell als Missionierungsversuch mißverstanden werden. (Ähnlich ging es Ingmar ja auch - schade eigentlich.)

In Antwort auf: veloträumer
In Antwort auf: kona
Deiner Logik folgend, hätte ja auch niemals Funk auf Schiffen eingeführt werden dürfen - ging ja früher auch ohne.
Nein, das ist die genrelle Unterstellung der Technikfeindlichkeit. Die trifft nicht zu. Funk war nie ein Massenphänomen, wurde/wird effektiv eingesetzt (energieffizient, zielgerichtet) und ist weitgehend frei von Mode (mal von ein paar Hobbyfunkern abgesehen).
Dann bitte nicht so verallgemeinern. Offene Türen einrennen ist wirklich nicht nötig.

Bisher galt ich ja hier bei einigen Forumistas als Unterrohrrahmenschalthebel-schmalreifen-felgenzerstörendbremsend-und-rennlenkerfahrer als "Technologiefeind" in Verdacht.
Und ja, ich habe meist ein Handy dabei. Genauso wie Flickzeug, Luftpumpe und kleines Verbandpäckchen. (Alles habe ich irgendwann schon mal benötigt. Zwar sehr selten, aber es war durchaus angenehm, gut gerüstet zu sein.)
Dafür "fehlt" in meiner Ausrüstung vermutlich Zeugs, ohne das einige andere Leute nicht auskämen.
PS. Und das mir die Überalltelefonierer auch häufig auf den Sa Geist gehen, ist ja eine ganz andere Geschichte.
