Posted by: lutz_
Re: Wie oft Notruf per Mobiltelefon? - 02/08/12 11:07 AM
Hallo zusammen!
Mir erscheint die Diskussion hier eher müßig.
Ich könnte auch ohne Mobiltelefon leben.
Dies muss letztlich jeder für sich entscheiden. Da gibt es kein richtig oder falsch, das kann und soll jeder so halten wie er will. Leben und leben lassen.
On topic: Ich bin vor einigen Jahren beim Bergsteigen kurz vor dem Gipfel des Kackar Dagi in der Türkei gestürzt und habe mir eine schwer blutende Kopfverletzung zugezogen. Ich war glücklicherweise nicht bewusstlos, meine Frau konnte mit einem Druckverband die Blutung stillen.
Handy hatten wir dabei, aber da oben (knapp 4000 Meter hoch) gibt es keinen Handyempfang. Also 4 Stunden zu Fuß ins Basislager absteigen, von dort 2 Stunden auf einem Pferd bis zur ersten fahrbaren Piste und schließlich weitere 1,5 Stunden per Dolmus ins nächstgelegene Krankenhaus nach Yusufeli.
Dort wurde die Kopfwunde mit 29 Stichen genäht. Seither kann ich nicht mehr guten Gewissens behaupten, nicht auf den Kopf gefallen zu sein. :-)
Das Handy hat in dieser Situation konkret nichts gebracht. Jedoch im Krankenhaus angekommen konnten wir dann eine türkisch-deutsche Familie anrufen, die wir tags zuvor in Ispir kennengelernt hatten. Sie ist Krankenschwester in Hamburg und konnte dann für uns am Telefon mit dem behandelnden Arzt sprechen und übersetzen(Tetanus-Impfung, Röntgen, Wundpflege etc. ) und uns eine Übernachtungsmöglichkeit organisieren.
Trotzdem haben wir das Handy immer dabei. Ich habe ein besseres Gefühl, wenn ich weiß, dass ich zur Not noch einen Notruf absetzen kann. Egal ob ich mit dem Auto in einer Schneewehe steckenbleiben oder aber aber beim MTB fahren so stürzen sollte, dass ich aus eigener Kraft nicht mehr heim komme.
Es hilft nix, die moderne Technik zu verdammen oder zu vergöttern. Man muss meiner Meinung nach einen eigenen Weg finden, damit umzugehen. Ein jeder nach seiner Facon. Fertig!
Gruß LUTZ
Mir erscheint die Diskussion hier eher müßig.
In Antwort auf: Thomas1976
Ich könnte auch ohne Mobiltelefon leben.
Dies muss letztlich jeder für sich entscheiden. Da gibt es kein richtig oder falsch, das kann und soll jeder so halten wie er will. Leben und leben lassen.
On topic: Ich bin vor einigen Jahren beim Bergsteigen kurz vor dem Gipfel des Kackar Dagi in der Türkei gestürzt und habe mir eine schwer blutende Kopfverletzung zugezogen. Ich war glücklicherweise nicht bewusstlos, meine Frau konnte mit einem Druckverband die Blutung stillen.
Handy hatten wir dabei, aber da oben (knapp 4000 Meter hoch) gibt es keinen Handyempfang. Also 4 Stunden zu Fuß ins Basislager absteigen, von dort 2 Stunden auf einem Pferd bis zur ersten fahrbaren Piste und schließlich weitere 1,5 Stunden per Dolmus ins nächstgelegene Krankenhaus nach Yusufeli.
Dort wurde die Kopfwunde mit 29 Stichen genäht. Seither kann ich nicht mehr guten Gewissens behaupten, nicht auf den Kopf gefallen zu sein. :-)
Das Handy hat in dieser Situation konkret nichts gebracht. Jedoch im Krankenhaus angekommen konnten wir dann eine türkisch-deutsche Familie anrufen, die wir tags zuvor in Ispir kennengelernt hatten. Sie ist Krankenschwester in Hamburg und konnte dann für uns am Telefon mit dem behandelnden Arzt sprechen und übersetzen(Tetanus-Impfung, Röntgen, Wundpflege etc. ) und uns eine Übernachtungsmöglichkeit organisieren.
Trotzdem haben wir das Handy immer dabei. Ich habe ein besseres Gefühl, wenn ich weiß, dass ich zur Not noch einen Notruf absetzen kann. Egal ob ich mit dem Auto in einer Schneewehe steckenbleiben oder aber aber beim MTB fahren so stürzen sollte, dass ich aus eigener Kraft nicht mehr heim komme.
Es hilft nix, die moderne Technik zu verdammen oder zu vergöttern. Man muss meiner Meinung nach einen eigenen Weg finden, damit umzugehen. Ein jeder nach seiner Facon. Fertig!
Gruß LUTZ