Re: Anfänge eines Reiseradlers

Posted by: :-)

Re: Anfänge eines Reiseradlers - 02/29/08 06:31 AM

Also meine ersten Touren habe ich noch mit meinen Eltern gemacht. In Irland und mein Rad hat die 20 km Tagesetappen ohne Probleme überstanden. Später bin ich dann (ich war 15) mit Freunden den Rhein entlang gefahren von Essen nach Stuttgart..... Wir sind nicht alle angekommen weil bei einem schon am ersten Tag das Material versagt hat.

Diese Fahrten und noch viele weitere mit ähnlicher Ausrüstung waren herrlich und wären mit besserem Materiel nicht schöner gewesen!

Nach und nach wurde die Ausrüstung besser, leichter, Regendichter, schnelltrocknet, schmutzabweisend, usw. Das Rad wurde auch noch ein paar mal getauscht.... So konnte ich Regen ignorieren und immer mehr Kilometer abreißen, da es kaum noch Pannen gibt... Früher habe ich an einem Tag mal 6 Platten flicken müssen - Da bleibt nicht mehr viel Zeit zum fahren, aber die Tour hat trotzdem Spaß gemacht. Es war herrlich, als dem Kollegen seine Sachs-zweizug-Nabenschaltung kaputtgegangen ist und wir tatsächlich mitten im Nirgendwo Ersatzteile und Hilfe bekommen haben.


Ich optimiere meine Ausrüstung mit viel Freude immer weiter. Trotzdem, die Touren machen nicht mehr oder weniger Spaß mit besserer Ausrüstung und möglich ist auch so ziemlich alles. Es gab auch vor 50 Jahren schon Menschen die mit einem 1-Gang-Fahrrad mehr oder weniger um die Welt gefahren sind.

Und es sind doch manchmal gerade die Pannen und Missgeschicke und die .... ungewöhnlichen .... Lösungen die man findet oder die sich ergeben, die Hilfe die man von netten, mitfühlenden Menschen bekommt weil man als armer Radfahrer bei dem Sauwetter.... usw. die den Reiz einer Tour ausmachen.

Oder seht ihr das anders?

Ach, und das Aldi Zelt hat (so schwer es war) Jahrelang seinen Dienst getan bis es irgendwann in einem orkanartigen Sturm, dem es sich tapfer entgegengestellt hat, erlegt wurde.