Posted by: Igel-Radler
Re: GPS für Dummies?!? - 08/03/06 11:42 PM
Lieber Edo,
dein Posting ist recht ausführlich und aufschlussreich, ich will aber zu einigen Punkten meinen Senf hinzugeben:
Nach meiner Erfahrung kommt man nicht ohne Karte aus (dafür bietet GPS Möglichkeit, die eine Karte nicht liefern kann).
Und damit Du Dich nicht verfährst brauchst Du eine absolut genau geplante Route auf dem GPS. Entweder selber geplant oder aus dem Internet - Schau Dir aber mal die Routen an (z.B. in Google Earth), die auf gpstour.info angeboten werden, da sind massenweise Umwege wegen Verfahrens drin.
Die Autorouting-Funktion ist im allgemeinen recht brauchbar, ich plane normalerweise auch recht sorgfältig vor, aber wenn ich unterwegs meine Pläne änderer, dann lasse ich das Gerät (Garmin 60CSX) suchen und kontrolliere nur kurz, ob die Route in etwa stimmt. Es funktioniert weit besser, als frei Schnauze zu fahren (habe ich auf der letzten Tour wieder gemerkt, als ich schlauer sein wollte als das GPS). Auf gpstour.info und anderen Stellen werden übrigens keine Routen angeboten, sondern Tracks. Wenn da noch Umwege wegen Verfahrens drin sind, sollte sich der Uploader schämen. Tracks haben den Vorteil, dass sie auch auf Geräten ohne Kartendarstellung funktionieren, sind aber meist ungenauer als Routen.
Die Autorouting-Funktion im Garmin wäre nicht schlecht, vor allem weil man auch speziell für Fahrräder planen kann. In dem Fall führt er dann auch durch freigegebenen Fußgängerzonen oder durch Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung (wenn für Radfahrer frei gegeben) und umgeht natürlich Autobahnen/Kraftfahrstraßen. Leider kennt er aber nicht alle Radwege (über Feldwege, etc.) und außerdem versucht Garmin den Radfahrer krampfhaft von großen Straßen weg zu halten, was speziell in Städten zu Riesenumwegen führen kann. Obwohl z.B. auf der Durchgangsstraße problemlos gefahren werden könnte oder sogar ein Radweg abmarkiert ist, wird man durch irgenwelche abseitigen Wohngebiete geführt.
Die Autorouting-Funktion im Fahrradmodus,hat gelegentlich ihre Eigenheiten; und leider kennt sie weder freigegebene Fußgängerzonen noch Einbahnstraßen, die gegen die Richtung zu befahren sind. Manche raten darum, die Einstellung "Fußgänger" zu benutzen. Dann ist aber die berechnete Ankunftszeit völlig falsch.
Übrigens: Die ziemlich genauen (digitalen) topographischen Karten sind allenfalls fürs Wandern, Mountainbiking oder vielleicht Drachen fliegen interessan, da sie kein automatisches Routing unterstützen. Um Routen berechnen zu lassen benötigst Du bei Garmin die zusätzlichen europäischen (digitalen) Straßenkarten. Die auf jeden Fall mitgelieferte "Basiskarte" ist unterwegs allenfalls so brauchbar, wie Dein Schulglobus.
Volle Zustimmung. Ich verstehe auch nicht, wieso hier immer wieder die TOP25 (die es in gleicher Ausführung auch für Magellan gibt) als für Radtouren geeignet angsehen wird.
Nach Deinen Anforderungen, m.E. ziemlich jedes mit Kartenfunktion. Manche davon kosten aber ein Vermögen! Evtl. tut es auch ein Sonderangebot von Aldi/Lidl. Aber da weiß ich nicht, wie das Routing speziell für Radler aussieht. Die Karten werden wohl auch nicht so schlecht sein.
Die Sonderangebote von ALDI oder LIDL (oder generell PDAs mit GPS-Empfänger sind nicht für das Rad geeignet. Die Geräte sind nicht wasserdicht und müssten in einer wasserdichten BOX mitgeführt werden und sind darum während der Fahrt nicht zu bedienen. Die Software ist außerdem für Fahrräder nicht geeignet (z.B. keine Routenplanung vorab am PC möglich, keine grenzüberschreitenden Routen möglich (außer auf Fernstraßen), usw usw. Vorteil einer PDA-Lösung ist, dass man auch das (kostenpflichtige) TTQV Programm zum Navigieren benutzen kann, das auch mit Bitmapkarten (elektronischen und selbst eingescannten) zurechtkommt.
Die Funktionsweise ist durchaus ähnlich wie beim Auto. Nur durch das kleine Gerät vielleicht noch ein wenig umständlicher und meistens ohne die nette Stimme.
Im Vergleich zu KFZ-Geräten ist allenfalls der kleinere Bildschirm ein Nachteil, die Bedienung ist eigentlich recht durchdacht. Auf die "nette" Stimme muss man aber wirklich verzichten.
Kartenfunktion heißt, dass Du eine Karte angezeigt bekommst. Die Genauigkeit hängt davon ab, welche digitale Karte mitgeliefert wurde bzw. welche Du dazu gekauft hast. Auf der Karte siehst Du die evtl. vorgeplante oder errechnete Route, die Du fahren willst und den Track, d.h. die Strecke, die Du schon gefahren bist.
oder den heruntergeladenen oder mit entsprechender Software (MagicMaps oder TOP200/TOP50) erstellten Track, den du abfahren möchtest.
Alternative zur Kartendarstellung ist z.B. ein Richtungspfeil ("8 km Richtung Nordost") oder eine Art Roadbook ("nach 500 m rechts auf unbefestigte Straße").
De Richtungspfeile gibt es bei Tracks und die Roadbooks bei Routen.
Ja, Du kannst Touren aus dem Internet runterladen (und raufladen
). Ich hab's bislang noch nicht getestet, aber ich fürchte die Touren muss man erst mal nacharbeiten, bevor man sie nachfährt, weil da auch häufig Verfahrer mit aufgezeichnet wurden. Diese Touren entstehen ja aus aufgezeichneten Tracks.
und bleiben dabei immer Tracks und werden nie zu Routen, während das Umgekehrte schon möglich ist.
GPS ist teuer und ersetzt keine Karte und schon gar keine Planung. Unterwegs ist es ein treuer Helfer, solange die Akkus halten.
dein Posting ist recht ausführlich und aufschlussreich, ich will aber zu einigen Punkten meinen Senf hinzugeben:
In Antwort auf: edo
Nach meiner Erfahrung kommt man nicht ohne Karte aus (dafür bietet GPS Möglichkeit, die eine Karte nicht liefern kann).
Und damit Du Dich nicht verfährst brauchst Du eine absolut genau geplante Route auf dem GPS. Entweder selber geplant oder aus dem Internet - Schau Dir aber mal die Routen an (z.B. in Google Earth), die auf gpstour.info angeboten werden, da sind massenweise Umwege wegen Verfahrens drin.
Die Autorouting-Funktion ist im allgemeinen recht brauchbar, ich plane normalerweise auch recht sorgfältig vor, aber wenn ich unterwegs meine Pläne änderer, dann lasse ich das Gerät (Garmin 60CSX) suchen und kontrolliere nur kurz, ob die Route in etwa stimmt. Es funktioniert weit besser, als frei Schnauze zu fahren (habe ich auf der letzten Tour wieder gemerkt, als ich schlauer sein wollte als das GPS). Auf gpstour.info und anderen Stellen werden übrigens keine Routen angeboten, sondern Tracks. Wenn da noch Umwege wegen Verfahrens drin sind, sollte sich der Uploader schämen. Tracks haben den Vorteil, dass sie auch auf Geräten ohne Kartendarstellung funktionieren, sind aber meist ungenauer als Routen.
In Antwort auf: edo
Die Autorouting-Funktion im Garmin wäre nicht schlecht, vor allem weil man auch speziell für Fahrräder planen kann. In dem Fall führt er dann auch durch freigegebenen Fußgängerzonen oder durch Einbahnstraßen entgegen der Fahrtrichtung (wenn für Radfahrer frei gegeben) und umgeht natürlich Autobahnen/Kraftfahrstraßen. Leider kennt er aber nicht alle Radwege (über Feldwege, etc.) und außerdem versucht Garmin den Radfahrer krampfhaft von großen Straßen weg zu halten, was speziell in Städten zu Riesenumwegen führen kann. Obwohl z.B. auf der Durchgangsstraße problemlos gefahren werden könnte oder sogar ein Radweg abmarkiert ist, wird man durch irgenwelche abseitigen Wohngebiete geführt.
Die Autorouting-Funktion im Fahrradmodus,hat gelegentlich ihre Eigenheiten; und leider kennt sie weder freigegebene Fußgängerzonen noch Einbahnstraßen, die gegen die Richtung zu befahren sind. Manche raten darum, die Einstellung "Fußgänger" zu benutzen. Dann ist aber die berechnete Ankunftszeit völlig falsch.
In Antwort auf: edo
Übrigens: Die ziemlich genauen (digitalen) topographischen Karten sind allenfalls fürs Wandern, Mountainbiking oder vielleicht Drachen fliegen interessan, da sie kein automatisches Routing unterstützen. Um Routen berechnen zu lassen benötigst Du bei Garmin die zusätzlichen europäischen (digitalen) Straßenkarten. Die auf jeden Fall mitgelieferte "Basiskarte" ist unterwegs allenfalls so brauchbar, wie Dein Schulglobus.
Volle Zustimmung. Ich verstehe auch nicht, wieso hier immer wieder die TOP25 (die es in gleicher Ausführung auch für Magellan gibt) als für Radtouren geeignet angsehen wird.
In Antwort auf: edo
Nach Deinen Anforderungen, m.E. ziemlich jedes mit Kartenfunktion. Manche davon kosten aber ein Vermögen! Evtl. tut es auch ein Sonderangebot von Aldi/Lidl. Aber da weiß ich nicht, wie das Routing speziell für Radler aussieht. Die Karten werden wohl auch nicht so schlecht sein.
Die Sonderangebote von ALDI oder LIDL (oder generell PDAs mit GPS-Empfänger sind nicht für das Rad geeignet. Die Geräte sind nicht wasserdicht und müssten in einer wasserdichten BOX mitgeführt werden und sind darum während der Fahrt nicht zu bedienen. Die Software ist außerdem für Fahrräder nicht geeignet (z.B. keine Routenplanung vorab am PC möglich, keine grenzüberschreitenden Routen möglich (außer auf Fernstraßen), usw usw. Vorteil einer PDA-Lösung ist, dass man auch das (kostenpflichtige) TTQV Programm zum Navigieren benutzen kann, das auch mit Bitmapkarten (elektronischen und selbst eingescannten) zurechtkommt.
In Antwort auf: edo
Die Funktionsweise ist durchaus ähnlich wie beim Auto. Nur durch das kleine Gerät vielleicht noch ein wenig umständlicher und meistens ohne die nette Stimme.
Im Vergleich zu KFZ-Geräten ist allenfalls der kleinere Bildschirm ein Nachteil, die Bedienung ist eigentlich recht durchdacht. Auf die "nette" Stimme muss man aber wirklich verzichten.
In Antwort auf: edo
Kartenfunktion heißt, dass Du eine Karte angezeigt bekommst. Die Genauigkeit hängt davon ab, welche digitale Karte mitgeliefert wurde bzw. welche Du dazu gekauft hast. Auf der Karte siehst Du die evtl. vorgeplante oder errechnete Route, die Du fahren willst und den Track, d.h. die Strecke, die Du schon gefahren bist.
oder den heruntergeladenen oder mit entsprechender Software (MagicMaps oder TOP200/TOP50) erstellten Track, den du abfahren möchtest.
In Antwort auf: edo
Alternative zur Kartendarstellung ist z.B. ein Richtungspfeil ("8 km Richtung Nordost") oder eine Art Roadbook ("nach 500 m rechts auf unbefestigte Straße").
De Richtungspfeile gibt es bei Tracks und die Roadbooks bei Routen.
In Antwort auf: edo
Ja, Du kannst Touren aus dem Internet runterladen (und raufladen

und bleiben dabei immer Tracks und werden nie zu Routen, während das Umgekehrte schon möglich ist.
In Antwort auf: edo
GPS ist teuer und ersetzt keine Karte und schon gar keine Planung. Unterwegs ist es ein treuer Helfer, solange die Akkus halten.
Oder man ührt ein Paar AA-Batterien als Reserve mit.
In Antwort auf: edo
Wenn man sich nicht verfahren will, ist eine genaue Planung unerläßlich oder man steht letztendlich doch an der Kreuzung und weiß nicht weiter.
Stimmt so nicht: Geräte mit Kartenfunktion und Autorouting helfen dir auch dann weiter, problematisch wird es erst, wenn du aus dem geladenen Kartenbereich herauskommst.
In Antwort auf: edo
Und nicht zu vergessen man muss sich in das Gerät einarbeiten. Wenn man mit Technik und Computern auf Kriegsfuß steht, dann lässt man besser die Hände davon weg.
Wenn man mit Computern auf dem Kriegsfuß steht, treibt man sich üblicherweise nicht in Internetforen herum. GPS Geräte sind recht einfach zu bedienen, sie sind ja eigentlich für die Leute gedacht, die fürs Kartenlesen zu blöde sind

In Antwort auf: edo
Aber zu guter Letzt: die GPS-Geräte sind auch ein nettes Gimmick.