Re: Bikepacking oder normale Taschen!?

Posted by: Machinist

Re: Bikepacking oder normale Taschen!? - 05/06/20 07:41 PM

Ich denke, dass müsste nicht so sein.
Auch mit für den Tourbeginn grösserem möglichem Gepäckvolumen als notwendig muss man die Taschen nicht komplett füllen.
Ich habe das selber schon so gehandhabt und hatte mit hinteren grossen Seitentaschen ein Basisgewicht von unter 7 kg mit Campingequipment. Unterwegs ist man dann ab und zu mal ganz dankbar noch reichlich Platz zu haben für Lebensmittel.
Natürlich braucht es dazu etwas Disziplin. Mir reicht aber schon die ziemlich exakte Packliste mit den Gewichten, nicht wirklich notwendiges Mehrgewicht ist mir immer ein Graus.

Interessant fand ich Gerolds Aussage, dass das Ein- und auspacken bei seitlichen Gepäckträger-Taschen deutlich praktischer ist, beispielsweise die riesige Satteltasche benötigt dabei wohl oft viel Zeit, und der Zugriff unterwegs mag besonders lästig sein.
Selber habe ich mit den Dingern noch keine Erfahrung.
Was ich mir jedoch als besonders nervig vorstelle ist die Tendenz der Arschrakete beispielweise im Wiegetritt hin- und herzuschwenken. Für meinen Geschmack muss das Zeug einfach sauber und wirklich fest am Rad sitzen.

Ob man gewichtsmässig mit üblichem Bikepacking wirklich immer deutlich besser wegkommt scheint mir auch nicht so sicher.
Bei mir wiegt ein robuster Hinterradgepäckträger mit guten Taschenauflagen um die 450 g, zwei selbstgenähte (aber nicht wasserdichte) grosse Seitentaschen kommen auf 1000 g. Nimmt man noch dichte Packsäcke dazu kommen nochmal ein paar hundert Gramm zusammen.
Beispielsweise auf André Liste kamen all die Bikepacking-Taschen zusammen auf ein ähnliches Gewicht.

Ein eindeutiger Vorteil ist die bessere Aerodynamik der Fuhre beim Bikepacking-Setup, bei sportlichen und eher strassenorientierten Touren kann das durchaus ein Argument sein.