Re: die optimale Taschenlampe zum Reisen / Campen?

Posted by: MatthiasM

Re: die optimale Taschenlampe zum Reisen / Campen? - 01/24/14 02:56 PM

Ein Spannungswandler = Konstantstromquelle für LED, die abwärts wandeln muß, ist natürlich im Wirkungsgrad ohne viel Aufwand effektiver als Aufwärtswandler von EInzelzellenspannung. Gut durchdachte Billiglampen können bei hinreichender Batteriespannung dank Serienschaltung sogar ungeregelt mit einem schnöden Vorwiderstand quick & dirty funktionieren und der Wirkungsgrad ist evtl., sogar trotzdem noch besser als lieblos designte Stromregelungen.

Aber je mehr Akkus in Reihe in solchen Lampen drin sind, desto mehr muß man aufpassen, wenn sie leer werden. Entweder die Lape hat eine vernünftige Abschaltung vor Tiefentladung oder bei der Reihenschaltung knickt der schwächste Akku zuerst ein (auch wenn der Unterschied zunächst nur minimal ist) und die anderen, die (gerade so) noch können (je mehr desto gnadenloser) schieben bis zum Ende noch Strom in Entladerichtung durch den bereits auf Spannung Null gefallenen "Schwächling" in der Reihe. Dann kann der sozusagen "verkehrt gepolt" geladen = umgepolt werden. Mit dem Nebeneffekt, daß intelligente Ladegeräte den gar nicht mehr als Akku erkennen. Und daß er, wenn er wie auch immer wieder geladen werden konnte, als angeschlagener in der Reihe der starken Akkus beim nächsten Mal umso früher einbricht - nächste Umpolung steht an. Und nach zwei oder drei solcher Mißhandlungen ist der Akku dann sowieso RICHTIG. Tiefentladen bis auf Null können eneloops aushalten, aber auf aktives Umpolen reagieren alle Ni-Chemie-Akkus mit frühzeitigstem Ableben.


(Stichwort zum Googeln: Cell-Balancing (bekannt bei Li-Akkus, hier auch beim Laden kritisch), Einzelzellenüberwachung)

...meint Matthias, der deswegen bei kleinen, handlichen Notlichtern, die sowieso Elektronik an Bord haben müssen, lieber die Zwerge für genau eine Akkuzelle mag

PS.: Ich hätte aus eigener guter Erfahrung als Favoriten für kleine, handliche Zelt- und Nachtflick- und Allzwecklampen der "Fenix"-Machart die verschiedenen Zebralight empfohlen, aber die scheinen außer Direktimport momentan mal wieder keinen Händler in Europa zu haben.....

PPS.: Eine (Höhlenforscher)NOTlampe hat am besten eine UnterspannungsWARNUNG, die man zur Kenntnis nimmt, aber bewußt ignorieren kann und so eventuell noch eine weitere halbe Stunde Licht hat, auch wenn nachher der Akku hinüber ist. (oder wenn man Batterien drin hat, bei denen es sowieso wünschenswert ist, sie bis zum letzten Rest leerzumachen)