Posted by: Bernie
Re: 2,5 Monate Afrika - 10/12/12 09:02 AM
Hallo!
Ich hatte damals meinen Katadyn mit, habe ihn aber nur einmal in Malawi eingesetzt, als ich, um genügend Reserve zu haben, Wasser aus der Dorfpumpe gefördert habe. Sonst kann man an jeder Ecke Wasser kaufen. Ist zwar teuer, aber dafür hatte ich in 5 Monaten auch nur einmal eine Verdauungskiste (nachdem ich auf Sansibar beim Baden wohl zu viel Meerwasser geschluckt hatte).
Kettenpeitsche und Kranabzieher hatte ich dabei, hatte aber keine Speichenbrüche.
Gegen Malaria habe ich die ganze Zeit Malarone genommen. Hatte keine Probleme, hat im Vorfeld aber ne Mark gekostet. Habe es hier in Deutschland erworben.
Gezeltet habe ich nicht annähernd so viel wie erwartet. In jeden Kaff gibt es irgendwo ein Guest House. Wenn ich 3 Euro oder so für eine Unterkunft bezahle, mache ich mir nicht die Arbeit, mit dem Zelt herumzuhampeln. Ein Moskitonetz ist eigentlich immer über die Pritsche gehängt. Nur dessen Zustand ist oft jämmerlich. Nimm auf jeden Fall ein eigenes mit. Und verabschiede Dich von dem Gedanken, ohne Stiche durchzukommen. Man kann sich gut vornehmen, besonders aufmerksam auf Mückenschutz zu achten. Am Ende erwischt es Dich doch öfter als gedacht. Ich hatte Glück und habe mir nichts eingefangen. Ich habe allerdings auch nur einen Traveller aus Slowenien getroffen, der mit dem Mopped unterwegs war, den die Malaria erwischt hatte.
Entlang der Highways sind die von Dir angepeilten Länder auch sehr zersiedelt. Nicht immer läßt sich ein einsames, unbeobachtetes Plätzchen finden. Im günstigsten Fall hast Du ein paar Nachbarn, die den ganzen Abend jeden Deiner Handgriffe aufmerksam verfolgen. Blöd ist es, wenn Kinder in der Hoffnung auf ein stibitztes "Souvernir" vom Muzungu kommen oder ein Unhold mitbekommt, dass da ein Weißer im Busch zeltet und Dir nachts, womöglich noch mit besoffenem Kopf, einen Besuch abstattet.
Höre auf Dein Bauchgefühl bei der Zeltplatzauswahl. Und mach Dir vorher nicht zu viele Gedanken. Wenn Du erstmal zwei Wochen im Dschungel herumgeturnt bist, lernst Du schnell, wie in Afrika die Uhren ticken. Ist letztendlich alles nicht so wild, wie Dir die Leute aus Deinem Umwelt einzureden versuchen.
Es grüßt
Bernie
Ich hatte damals meinen Katadyn mit, habe ihn aber nur einmal in Malawi eingesetzt, als ich, um genügend Reserve zu haben, Wasser aus der Dorfpumpe gefördert habe. Sonst kann man an jeder Ecke Wasser kaufen. Ist zwar teuer, aber dafür hatte ich in 5 Monaten auch nur einmal eine Verdauungskiste (nachdem ich auf Sansibar beim Baden wohl zu viel Meerwasser geschluckt hatte).
Kettenpeitsche und Kranabzieher hatte ich dabei, hatte aber keine Speichenbrüche.
Gegen Malaria habe ich die ganze Zeit Malarone genommen. Hatte keine Probleme, hat im Vorfeld aber ne Mark gekostet. Habe es hier in Deutschland erworben.
Gezeltet habe ich nicht annähernd so viel wie erwartet. In jeden Kaff gibt es irgendwo ein Guest House. Wenn ich 3 Euro oder so für eine Unterkunft bezahle, mache ich mir nicht die Arbeit, mit dem Zelt herumzuhampeln. Ein Moskitonetz ist eigentlich immer über die Pritsche gehängt. Nur dessen Zustand ist oft jämmerlich. Nimm auf jeden Fall ein eigenes mit. Und verabschiede Dich von dem Gedanken, ohne Stiche durchzukommen. Man kann sich gut vornehmen, besonders aufmerksam auf Mückenschutz zu achten. Am Ende erwischt es Dich doch öfter als gedacht. Ich hatte Glück und habe mir nichts eingefangen. Ich habe allerdings auch nur einen Traveller aus Slowenien getroffen, der mit dem Mopped unterwegs war, den die Malaria erwischt hatte.
Entlang der Highways sind die von Dir angepeilten Länder auch sehr zersiedelt. Nicht immer läßt sich ein einsames, unbeobachtetes Plätzchen finden. Im günstigsten Fall hast Du ein paar Nachbarn, die den ganzen Abend jeden Deiner Handgriffe aufmerksam verfolgen. Blöd ist es, wenn Kinder in der Hoffnung auf ein stibitztes "Souvernir" vom Muzungu kommen oder ein Unhold mitbekommt, dass da ein Weißer im Busch zeltet und Dir nachts, womöglich noch mit besoffenem Kopf, einen Besuch abstattet.
Höre auf Dein Bauchgefühl bei der Zeltplatzauswahl. Und mach Dir vorher nicht zu viele Gedanken. Wenn Du erstmal zwei Wochen im Dschungel herumgeturnt bist, lernst Du schnell, wie in Afrika die Uhren ticken. Ist letztendlich alles nicht so wild, wie Dir die Leute aus Deinem Umwelt einzureden versuchen.
Es grüßt
Bernie