Posted by: Peter Viehrig
Re: Motorola G4 Play brauchbar zum navigieren? - 09/28/16 05:28 AM
In Antwort auf: Uwe Radholz
Zurück geschickt habe ich es, durchaus schwankend, trotzdem, weil Ablesbarkeit des Displays draußen ungenügend ist, was hier im Faden schon angesprochen wurde. Eigentlich schade. Sonst hat es mir gut gefallen.
Der Akku übrigens hat mit GPS, einer mitlaufenden Navigationssoftware und sich abschaltendem Display um die sechs Stunden durchgehalten.
Auf Tour müsste man dann die Bildschirmsperre deaktivierten, sonst wird es zu fummelig. Und bei mir lief die ganze Zeit WLAN mit, was draußen nicht nötig wäre.
Zunächst einmal danke für die Einschätzung. Der Akku des Blackview liegt gewiß an der Untergrenze dessen, was für einen regelmäßigen Einsatz als Navi nötig ist. Bei mir werkelt für diesen Zweck ein iNew L4, welches mit einem 5.000mAh-Akku und dauerhaft eingeschaltetem Display auch aufgrund der eher leistungsarmen sonstigen Hardware etwa 8 Stunden tagsüber und bis 10 Stunden nachts durchhält. Aber: Ich empfehle dieses wegen ins System eingebauter Bloatware, wenn überhaupt, nur Nutzern, die bereit sind, das Gerät zu rooten, um es entsprechend entschärfen zu können - geht, ist aber doch einiger Aufwand.
Sobald die Ortung in Android aktiviert ist, wird WLan ebenfalls dafür verwendet, was man meines Wissens nach nur durch dessen Abschaltung vermeiden kann. Das tut der Ortungsgenauigkeit für Navigationszwecke keinen Abbruch, eher ist das Gegenteil der Fall. Deaktiviertes WLan, deaktivierte Datendienste sowie einige Ladezyklen des Akkus würden die Laufzeit des Blackview vermutlich nochmal deutlich (ein bis zwei Stunden) verlängern.
Wenn man als Navigationssoftware OsmAnd+ (Link führt zum Entwickler) hernimmt, die einschließlich Sprachansage komplett offline betrieben werden kann, so findet man dort etwas versteckt die Möglichkeit, bei jeder Navi-Ansage das Display für eine einstellbare Zeit automatisch einschalten zu lassen, womit sich die Fummelei mit der Displaysperre erledigt. Ich verwende diese Funktion mangels Bedarf jedoch nicht, zumal die Ansagen innerorts auch mal unklar sind oder auch (selten, kommt aber vor) an nötigen Stellen ausbleiben und ich deshalb immer die Möglichkeit für einen sofortigen Kontrollblick behalten möchte.
Der Akku-Rekordhalter unter den Smartphones übrigens ist derzeit meines Wissens nach mit angeblichen 10.000mAh, die aber nach diversen Testberichten reale, trotzdem immer noch beachtliche 8.000mAh sind, das Oukitel K10000. Mit gegenwärtiger Akku-Technologie ist damit wohl das Maximum bei gleichzeitig gerade eben noch irgendwie gegebener Handlichkeit ausgereizt.