Posted by: asfriendsrust
Re: Käse mit Milben und Autos mit Abi - 01/28/12 04:49 PM
In Antwort auf: radius
(Fortsetzung)
An diesem ersten Abend in Leipzig rutsche ich ganz unvermittelt in eine tiefe Verstimmung. Da gibt es doch das Barfußgässchen, ein Sträßchen, das in Frankfurt "Fressgasse" heißt und in Düsseldorf Schneider-Wibbel-Gasse. Da reiht sich Lokal an Lokal, Restaurant an Restaurant. An dicht gestellten Tischen und Tischchen hocken Hunderte, essen, schnattern, lachen, gucken. Zeigen sich ihre Guccis und Rolex. Und ich? Ich habe wieder mal die wundervolle Eigenschaft, unsichtbar zu sein. Niemand guckt mich an, niemand beachtet mich, niemand spricht mich an. Ich bin eigentlich überhaupt nicht vorhanden. Ich bin nicht. Dabei war ich nach einer Stunde Schlaf im Hotel so optimistisch, so offen. so fröhlich aufgebrochen. Und jetzt dieses Desaster! Auch in der nicht weit entfernt liegenden angesagten Partymeile, in der Gottschedstraße, geht´s mir nicht besser. Hier muss man mit Porsche vorfahren, und mit dem möglichst im Halteverbot oder auf dem Bürgersteig parken. Aber doch nicht mit Fahrrad! Hahaha!. Irgendwas, denke ich mir hier, habe ich da wohl falsch abgespeichert, von wegen ärmeren Ossis. Angeben und protzen, klotzen, nicht kleckern - das ist die Losung! Die Szene scheint hier nicht anders zu funzen als auf der Kö in Düsseldorf oder der Maximilianstraße in München. Gedemütigt wackle ich zurück ins Hotel und vergesse meinen Weltschmerz im Bett. Ich muss wohl demnächst beim Radeln noch mehr Endorphine ausschütten, um solche Erfahrungen zu verkraften.
An diesem ersten Abend in Leipzig rutsche ich ganz unvermittelt in eine tiefe Verstimmung. Da gibt es doch das Barfußgässchen, ein Sträßchen, das in Frankfurt "Fressgasse" heißt und in Düsseldorf Schneider-Wibbel-Gasse. Da reiht sich Lokal an Lokal, Restaurant an Restaurant. An dicht gestellten Tischen und Tischchen hocken Hunderte, essen, schnattern, lachen, gucken. Zeigen sich ihre Guccis und Rolex. Und ich? Ich habe wieder mal die wundervolle Eigenschaft, unsichtbar zu sein. Niemand guckt mich an, niemand beachtet mich, niemand spricht mich an. Ich bin eigentlich überhaupt nicht vorhanden. Ich bin nicht. Dabei war ich nach einer Stunde Schlaf im Hotel so optimistisch, so offen. so fröhlich aufgebrochen. Und jetzt dieses Desaster! Auch in der nicht weit entfernt liegenden angesagten Partymeile, in der Gottschedstraße, geht´s mir nicht besser. Hier muss man mit Porsche vorfahren, und mit dem möglichst im Halteverbot oder auf dem Bürgersteig parken. Aber doch nicht mit Fahrrad! Hahaha!. Irgendwas, denke ich mir hier, habe ich da wohl falsch abgespeichert, von wegen ärmeren Ossis. Angeben und protzen, klotzen, nicht kleckern - das ist die Losung! Die Szene scheint hier nicht anders zu funzen als auf der Kö in Düsseldorf oder der Maximilianstraße in München. Gedemütigt wackle ich zurück ins Hotel und vergesse meinen Weltschmerz im Bett. Ich muss wohl demnächst beim Radeln noch mehr Endorphine ausschütten, um solche Erfahrungen zu verkraften.
Da hast du dir mit dem Zentrum aber weiß Gott auch die falsche Ecke rausgesucht. Solche Hipster-Gegenden gibt's doch überall.
Du hättest dein Glück mal im Leipziger Süden versuchen sollen. Du wärst zufriedener ins Bett gefallen.