Posted by: Britta
Re: Zick-Zack durchs Baltikum 2024 - 07/06/24 01:14 PM
...
Vor uns verdunkelt sich der Himmel immer mehr, Gewitter zieht auf – der Enthusiasmus ist etwas gedämpft.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340532be.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340533ni.jpg)
Nach einer Pause raffen wir uns auf, weiterzufahren, allerdings zunehmend besorgt über die immer näher kommenden Blitze und Donner.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340535zy.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340534yk.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340536hz.jpg)
In der kleinen Ortschaft Inesi suchen wir schließlich nochmal Schutz in einer Bushaltestelle als es anfängt zu regnen. Was nun? Etwa eine Stunde hocken wir in der Bushaltestelle und sind unentschlossen – abwarten und weiterfahren? Allerdings ist es schon halb acht und das Ende des Gewitters noch unklar. Ein Blick bei booking.com verrät: 150m von unserer Bushaltestelle entfernt gibt es eine Ferienwohnung für 45 Euro. Da brauchen wir nicht mehr lange überlegen. Gebucht, 5 Minuten später haben wir den Schlüsselcode und können uns in einem hübschen Ferienappartment breit machen. Auch wenn wir im Treppenhaus noch leichte Zweifel hatten, die Wohnung ist echt schön.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340537rn.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340538rf.jpg)
Und kaum haben wir uns häuslich eingerichtet, scheint auch schon wieder die Sonne. Auch gut, denn so können wir noch die Gelegenheit nutzen, Wäsche zu waschen und auf dem Balkon zu trocknen. Wir überdenken unsere Streckenplanung und erstellen für den Lettland-Abschnitt einen komplett neuen Track. Weg von allen größeren Straßen, nur noch kleine Wald, Feld und Wiesenwege, und auf direktem Weg nach Litauen. Irgendwie können wir uns mit Lettland nicht so richtig anfreunden…
Die Neuplanung lohnt sich, der nächste Abschnitt ist wirklich wunderschön und macht wieder deutlich mehr Spaß! Autos sehen wir so gut wie gar nicht.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340539bc.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340540nm.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340541kk.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340542cb.jpg)
Nachmittags ziehen wieder vereinzelte Gewitter auf, die aber pünktlich zu unserer Supermarktpause einsetzen und daher nicht weiter stören.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340544aq.jpg)
Für den Abend steuern wir einen kleinen Campingplatz in Zasa an. Eine alte Mühle, die ein Deutscher vor knapp 20 Jahren gekauft und wieder instand gesetzt hat. Sollte jemand von euch dort mal unterwegs sein, fahrt hin! Es ist ein toller Ort. Mühle Zasa
Wir sind ziemlich erschöpft, als wir gegen halb acht auf das Gelände rollen. Schon während wir uns überrascht umschauen – das Gelände ist klein und mit 4 Campingbussen bereits gut gefüllt (so viele Camper auf einem Fleck hatten wir bisher noch auf keinem Platz gesehen) schallt uns schon die Begrüßung entgegen: „Was ist denn heute bloß los, eine Woche kommt keiner und jetzt alle an einem Tag? Aber die kann ich nicht wegschicken, das sind Radler!“ – Und wir lernen den Inhaber kennen, der uns herzlich empfängt, uns die toll in Stand gesetzte Mühle zeigt, uns ein Bier in die Hand drückt und auf 2 Schaukelstühle platziert mit den Worten: „Jetzt kommt ihr erstmal an!“
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340548vp.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340545rx.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340546ic.jpg)
Ein Platz für’s Zelt findet sich später auch - wir baden im See und genießen die entspannte und entspannende Umgebung.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340547mz.jpg)
Wir können uns kaum losreißen am nächsten Tag und es ist fast Mittag als wir aufbrechen…
Die Landschaft ist wieder etwas flacher geworden. Das ist zwar einfacher zu fahren, aber leider auch wieder etwas langweiliger.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340549ht.jpg)
Wieder gibt es ein paar kleine Gewitter und wieder kommen die pünktlich zu unserer Supermarktpause, so dass wir entspannt im Unterstand abwarten können.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340550tp.jpg)
Merkt euch diese Kirche:
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340551yd.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340552sz.jpg)
Auf dem weiteren Stück verlassen wir unseren Track – zu verlockend ist die Straße. Fast autofrei, perfekt asphaltiert und flott zu fahren. Die 10 Kilometer zum nächsten Ort sind schnell erledigt, und ein weiteres Mal können wir den nächsten Regenguss bei einer Pause abwarten.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340553ik.jpg)
Nach der Pause fahren wir weiter. Heute wollen wir mal nicht so weit fahren, ca. 90 km bis zur Grenze nach Zarasai, dort soll es auch einen Campingplatz geben. Wir folgen jetzt wieder dem Track. Der führt uns vorbei an mehreren Höfen, wo wir das erste und einzige Mal massiv Stress mit Hofhunden bekommen. Bei nächster Gelegenheit biegen wir daher wieder auf die Straße ab, die sich hier gut fahren lässt. …bis wir nach 10km diese Kirche vor uns sehen:
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340554pz.jpg)
Kommt uns bekannt vor… Tja, bei der Ausfahrt aus dem letzten Ort haben wir wohl die falsche Richtung eingeschlagen. Ganz verzückt von der schönen Straße haben wir das gar nicht registriert und können jetzt gleich wieder kehrt machen. Nun, die schöne, gerade und gut asphaltierte Straße haben wir jetzt ausgiebig ausgekostet.
Weiter geht es auf Waldwegen, inzwischen gibt es immer mal wieder leichte Regenschauer.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340555zk.jpg)
Wir planen die Strecke jetzt mehrfach um – wegen der 20 km extra in den Beinen und des trüber werdenden Wetters möchten wir eigentlich nur noch ankommen. Die Strecke ist zunehmend anstrengend, es wird wieder sehr hügelig und der nasse Lehmboden klebt an den Reifen wie Kaugummi.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340556me.jpg)
Wir sind richtig froh, als wir kurz vor der Grenze die Landstraße erreichen und nach Zarasai rollen.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340557ff.jpg)
Gegen acht Uhr abends erreichen wir nach 116 km endlich den Campingplatz. Inzwischen schüttet es wie aus Eimern und nass wie begossene Pudel stehen wir vor der verschlossenen Anmeldung. Wir klingeln –es geht Licht an, jemand kommt die Treppe halb herunter, kehrt um und geht wieder hoch. Häh? Wir versuchen es per Telefon, mehrfach – keiner nimmt ab. Hm, hier will uns offensichtlich keiner haben. Wir sind nass und müde und wollen ins Bett – also wieder zurück in den Ort, Zimmer genommen, geduscht, Feierabend!
Litauen – 9 Tage, 684 km
Neues Land, neue Eindrücke! Wir sind wirklich überrascht, wie unterschiedlich wir die Länder empfinden. Während wir mit Lettland aus den verschiedensten Gründen überhaupt nicht warm geworden sind, gefällt uns Litauen gleich auf Anhieb wieder besser. Es geht auf kleinen Straßen durch Felder auf und ab.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340558nz.jpg)
Vorbei am Ignalina Atomkraftwerks-Simulator. Heute Wohngebiet und Touristenattraktion.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340559od.jpg)
Mittagspause am See. Und während wir so auf dem Steg hocken und unser Picknick mümmeln fällt mit einem leisen „Plumps“ Bernds Sonnenbrille ins Wasser.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340560ar.jpg)
Schade, aber auch ein Tauchgang bleibt erfolglos – sie bleibt verloren am schlammigen Grund des Sees.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340561iq.jpg)
Unser Weg führt uns heute weiter Richtung Aukštaitija Nationalpark, ein Seengebiet im Osten des Landes. Die Strecke ist schön zu fahren, immer auf kleinen, leeren Straßen durch leicht hügelige und offene Landschaft.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340562ix.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340563of.jpg)
Unser Nachtlager schlagen wir auf einem Biwakplatz im Nationalpark auf. Auch dieser Platz ist offensichtlich für großen Besucheransturm ausgelegt. Außer einem kleinen Camper sind wir aber die einzigen Gäste.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340565zf.jpg)
Es fehlt eigentlich an nichts – außer vielleicht an passenden Möbeln…
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340564ag.jpg)
Weiter geht es durch den Nationalpark.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340567se.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340566we.jpg)
Mittags bricht ein heftiger Gewitterguss los, den wir aber ein weiteres Mal in einer pünktlich auftauchenden Bushaltestelle abwarten können. Diesmal sind wir nicht allein, eine Rennradlerin sowie ein liegengebliebener Motorrad-Fahrer leisten uns für eine Weile Gesellschaft.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340568up.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340569gv.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340570hc.jpg)
Störche gibt es reichlich, und immer wieder schrecken wir sie direkt an der Straße auf.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340571dp.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340572fw.jpg)
In Moletai machen wir ausgiebig Pause. Nach langer Zeit finden wir mal wieder ein Lokal, wo wir zur ausgiebigen Pause einkehren. Wir bestellen alkoholfreies Bier und teilen uns eine Pizza. Ein weiterer Reiseradler kommt vorbei. Olivier aus Brest in Frankreich, der in Athen gestartet ist, einmal um die Ostsee will und dann zurück nach Brest. Wir schwatzen eine ganze Weile. Das Bier schmeckt gut, und wir bestellen gleich noch eins hinterher. … um langsam zu der Erkenntnis zu kommen, dass das Bier wohl doch nicht alkoholfrei war. Zu schwammig fühlt sich plötzlich alles an. Die letzten 25 km fahren sich entsprechend eirig.

![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340573ra.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340574vt.jpg)
Ziel für heute ist ein weiteres Mal eine Art Biwakplatz an einer Badestelle am See. Als wir ankommen packen grade die letzten Badegäste ihre Sachen zusammen, danach haben wir Wiese, Steg und See für uns.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340575ps.jpg)
Von hier steuern wir Vilnius an. Die Strecke dorthin ist ohne große Highlights und flott zu fahren. Wir passieren den Europapark, der mit seiner Lage nahe der „Mitte Europas“ wirbt, auch wenn er doch noch gut 8 km vom berechneten Punkt entfernt liegt. Uns schreckt letztlich der vergleichsweise hohe Eintrittspreis ab. Wir machen ein Foto von dem Stück Berliner Mauer (wo bekommen wir die sonst schon mal zu sehen
) und fahren weiter.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340576du.jpg)
Wir folgen wieder dem EV11, der sich insbesondere im Norden von Vilnius auf schönen Waldwegen durch die Hügel schlängelt. Es ist Sonntag und richtig viel los, viele Renn- und Gravel-Radler kommen uns entgegen.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340577ys.jpg)
Vor uns verdunkelt sich der Himmel immer mehr, Gewitter zieht auf – der Enthusiasmus ist etwas gedämpft.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340532be.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340533ni.jpg)
Nach einer Pause raffen wir uns auf, weiterzufahren, allerdings zunehmend besorgt über die immer näher kommenden Blitze und Donner.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340535zy.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340534yk.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340536hz.jpg)
In der kleinen Ortschaft Inesi suchen wir schließlich nochmal Schutz in einer Bushaltestelle als es anfängt zu regnen. Was nun? Etwa eine Stunde hocken wir in der Bushaltestelle und sind unentschlossen – abwarten und weiterfahren? Allerdings ist es schon halb acht und das Ende des Gewitters noch unklar. Ein Blick bei booking.com verrät: 150m von unserer Bushaltestelle entfernt gibt es eine Ferienwohnung für 45 Euro. Da brauchen wir nicht mehr lange überlegen. Gebucht, 5 Minuten später haben wir den Schlüsselcode und können uns in einem hübschen Ferienappartment breit machen. Auch wenn wir im Treppenhaus noch leichte Zweifel hatten, die Wohnung ist echt schön.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340537rn.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340538rf.jpg)
Und kaum haben wir uns häuslich eingerichtet, scheint auch schon wieder die Sonne. Auch gut, denn so können wir noch die Gelegenheit nutzen, Wäsche zu waschen und auf dem Balkon zu trocknen. Wir überdenken unsere Streckenplanung und erstellen für den Lettland-Abschnitt einen komplett neuen Track. Weg von allen größeren Straßen, nur noch kleine Wald, Feld und Wiesenwege, und auf direktem Weg nach Litauen. Irgendwie können wir uns mit Lettland nicht so richtig anfreunden…
Die Neuplanung lohnt sich, der nächste Abschnitt ist wirklich wunderschön und macht wieder deutlich mehr Spaß! Autos sehen wir so gut wie gar nicht.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340539bc.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340540nm.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340541kk.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340542cb.jpg)
Nachmittags ziehen wieder vereinzelte Gewitter auf, die aber pünktlich zu unserer Supermarktpause einsetzen und daher nicht weiter stören.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340544aq.jpg)
Für den Abend steuern wir einen kleinen Campingplatz in Zasa an. Eine alte Mühle, die ein Deutscher vor knapp 20 Jahren gekauft und wieder instand gesetzt hat. Sollte jemand von euch dort mal unterwegs sein, fahrt hin! Es ist ein toller Ort. Mühle Zasa
Wir sind ziemlich erschöpft, als wir gegen halb acht auf das Gelände rollen. Schon während wir uns überrascht umschauen – das Gelände ist klein und mit 4 Campingbussen bereits gut gefüllt (so viele Camper auf einem Fleck hatten wir bisher noch auf keinem Platz gesehen) schallt uns schon die Begrüßung entgegen: „Was ist denn heute bloß los, eine Woche kommt keiner und jetzt alle an einem Tag? Aber die kann ich nicht wegschicken, das sind Radler!“ – Und wir lernen den Inhaber kennen, der uns herzlich empfängt, uns die toll in Stand gesetzte Mühle zeigt, uns ein Bier in die Hand drückt und auf 2 Schaukelstühle platziert mit den Worten: „Jetzt kommt ihr erstmal an!“
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340548vp.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340545rx.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340546ic.jpg)
Ein Platz für’s Zelt findet sich später auch - wir baden im See und genießen die entspannte und entspannende Umgebung.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340547mz.jpg)
Wir können uns kaum losreißen am nächsten Tag und es ist fast Mittag als wir aufbrechen…
Die Landschaft ist wieder etwas flacher geworden. Das ist zwar einfacher zu fahren, aber leider auch wieder etwas langweiliger.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340549ht.jpg)
Wieder gibt es ein paar kleine Gewitter und wieder kommen die pünktlich zu unserer Supermarktpause, so dass wir entspannt im Unterstand abwarten können.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340550tp.jpg)
Merkt euch diese Kirche:
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340551yd.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340552sz.jpg)
Auf dem weiteren Stück verlassen wir unseren Track – zu verlockend ist die Straße. Fast autofrei, perfekt asphaltiert und flott zu fahren. Die 10 Kilometer zum nächsten Ort sind schnell erledigt, und ein weiteres Mal können wir den nächsten Regenguss bei einer Pause abwarten.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340553ik.jpg)
Nach der Pause fahren wir weiter. Heute wollen wir mal nicht so weit fahren, ca. 90 km bis zur Grenze nach Zarasai, dort soll es auch einen Campingplatz geben. Wir folgen jetzt wieder dem Track. Der führt uns vorbei an mehreren Höfen, wo wir das erste und einzige Mal massiv Stress mit Hofhunden bekommen. Bei nächster Gelegenheit biegen wir daher wieder auf die Straße ab, die sich hier gut fahren lässt. …bis wir nach 10km diese Kirche vor uns sehen:
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340554pz.jpg)
Kommt uns bekannt vor… Tja, bei der Ausfahrt aus dem letzten Ort haben wir wohl die falsche Richtung eingeschlagen. Ganz verzückt von der schönen Straße haben wir das gar nicht registriert und können jetzt gleich wieder kehrt machen. Nun, die schöne, gerade und gut asphaltierte Straße haben wir jetzt ausgiebig ausgekostet.

Weiter geht es auf Waldwegen, inzwischen gibt es immer mal wieder leichte Regenschauer.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340555zk.jpg)
Wir planen die Strecke jetzt mehrfach um – wegen der 20 km extra in den Beinen und des trüber werdenden Wetters möchten wir eigentlich nur noch ankommen. Die Strecke ist zunehmend anstrengend, es wird wieder sehr hügelig und der nasse Lehmboden klebt an den Reifen wie Kaugummi.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340556me.jpg)
Wir sind richtig froh, als wir kurz vor der Grenze die Landstraße erreichen und nach Zarasai rollen.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340557ff.jpg)
Gegen acht Uhr abends erreichen wir nach 116 km endlich den Campingplatz. Inzwischen schüttet es wie aus Eimern und nass wie begossene Pudel stehen wir vor der verschlossenen Anmeldung. Wir klingeln –es geht Licht an, jemand kommt die Treppe halb herunter, kehrt um und geht wieder hoch. Häh? Wir versuchen es per Telefon, mehrfach – keiner nimmt ab. Hm, hier will uns offensichtlich keiner haben. Wir sind nass und müde und wollen ins Bett – also wieder zurück in den Ort, Zimmer genommen, geduscht, Feierabend!
Litauen – 9 Tage, 684 km
Neues Land, neue Eindrücke! Wir sind wirklich überrascht, wie unterschiedlich wir die Länder empfinden. Während wir mit Lettland aus den verschiedensten Gründen überhaupt nicht warm geworden sind, gefällt uns Litauen gleich auf Anhieb wieder besser. Es geht auf kleinen Straßen durch Felder auf und ab.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340558nz.jpg)
Vorbei am Ignalina Atomkraftwerks-Simulator. Heute Wohngebiet und Touristenattraktion.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340559od.jpg)
Mittagspause am See. Und während wir so auf dem Steg hocken und unser Picknick mümmeln fällt mit einem leisen „Plumps“ Bernds Sonnenbrille ins Wasser.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340560ar.jpg)
Schade, aber auch ein Tauchgang bleibt erfolglos – sie bleibt verloren am schlammigen Grund des Sees.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340561iq.jpg)
Unser Weg führt uns heute weiter Richtung Aukštaitija Nationalpark, ein Seengebiet im Osten des Landes. Die Strecke ist schön zu fahren, immer auf kleinen, leeren Straßen durch leicht hügelige und offene Landschaft.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340562ix.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340563of.jpg)
Unser Nachtlager schlagen wir auf einem Biwakplatz im Nationalpark auf. Auch dieser Platz ist offensichtlich für großen Besucheransturm ausgelegt. Außer einem kleinen Camper sind wir aber die einzigen Gäste.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340565zf.jpg)
Es fehlt eigentlich an nichts – außer vielleicht an passenden Möbeln…

![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340564ag.jpg)
Weiter geht es durch den Nationalpark.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340567se.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340566we.jpg)
Mittags bricht ein heftiger Gewitterguss los, den wir aber ein weiteres Mal in einer pünktlich auftauchenden Bushaltestelle abwarten können. Diesmal sind wir nicht allein, eine Rennradlerin sowie ein liegengebliebener Motorrad-Fahrer leisten uns für eine Weile Gesellschaft.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340568up.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340569gv.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340570hc.jpg)
Störche gibt es reichlich, und immer wieder schrecken wir sie direkt an der Straße auf.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340571dp.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340572fw.jpg)
In Moletai machen wir ausgiebig Pause. Nach langer Zeit finden wir mal wieder ein Lokal, wo wir zur ausgiebigen Pause einkehren. Wir bestellen alkoholfreies Bier und teilen uns eine Pizza. Ein weiterer Reiseradler kommt vorbei. Olivier aus Brest in Frankreich, der in Athen gestartet ist, einmal um die Ostsee will und dann zurück nach Brest. Wir schwatzen eine ganze Weile. Das Bier schmeckt gut, und wir bestellen gleich noch eins hinterher. … um langsam zu der Erkenntnis zu kommen, dass das Bier wohl doch nicht alkoholfrei war. Zu schwammig fühlt sich plötzlich alles an. Die letzten 25 km fahren sich entsprechend eirig.


![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340573ra.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340574vt.jpg)
Ziel für heute ist ein weiteres Mal eine Art Biwakplatz an einer Badestelle am See. Als wir ankommen packen grade die letzten Badegäste ihre Sachen zusammen, danach haben wir Wiese, Steg und See für uns.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340575ps.jpg)
Von hier steuern wir Vilnius an. Die Strecke dorthin ist ohne große Highlights und flott zu fahren. Wir passieren den Europapark, der mit seiner Lage nahe der „Mitte Europas“ wirbt, auch wenn er doch noch gut 8 km vom berechneten Punkt entfernt liegt. Uns schreckt letztlich der vergleichsweise hohe Eintrittspreis ab. Wir machen ein Foto von dem Stück Berliner Mauer (wo bekommen wir die sonst schon mal zu sehen

![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340576du.jpg)
Wir folgen wieder dem EV11, der sich insbesondere im Norden von Vilnius auf schönen Waldwegen durch die Hügel schlängelt. Es ist Sonntag und richtig viel los, viele Renn- und Gravel-Radler kommen uns entgegen.
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340577ys.jpg)
![[ von up.picr.de]](https://up.picr.de/48340578ba.jpg)