Posted by: motion
Re: Gravelrunde durch Emilia Romagna und Toskana - 01/23/22 08:00 PM
Tag 7:
Von San Giovanni Valdarno nach Florenz
Länge: 55,2 km
Fahrzeit: 2:44 Stunden
Höhenmeter: 660 m
https://www.komoot.de/tour/534519159
Der Tag beginnt anders als erwartet. Ich hatte mich schon so auf den Abschluss gefreut, denn ich hatte eine wunderbare Bergstraße gefunden. Diese sollte über Loro Ciuffenna, Richutng Gipfel Poggio Varco di Castelfranco und dann entlang der Gipfellkette zum Monte Seechieta mit anschließender Abfahrt nach Vallombrosa führen. Zu meinem Glück erwischte ich das einzige Gewitter was an diesem Tag in Italien unterwegs war. Und anstatt kurz durch zu ziehen kam regelmäßig Nachschub, welcher sich dann an der geplanten Bergkette festsetzte. Nach über 2 Stunden warten und der daraus resultierenden nicht mehr zu schaffenden Runde ging es also auf einer abgespeckten Variante Richtung Florenz. Ein bisschen trauere ich dem Ganzen tagsüber nach, aber Gewitter in den Bergen mit Rad muss man doch nicht haben.
Also geht es gegen Mittag los in die gleiche Richtung von der ich gestern kam. Etwas später ging es dann rechts weg nach Certignano. In Regensachen gestartet, wurde es bei den schwül warmen Wetter im Anstieg gleich schnell schweißtreibend heiß.






Der Regen hat etwas nachgelassen, aber Richtung eigentlicher Tourroute sieht es nach wie vor düster aus. Der Donner zeigt, das es oben richtig schön drin hängt. Weiter geht es jetzt unterhalb der Berge Richtung Pian di Sco und Regello




Es folgt gemütliches ausrollen in Richtung San Carlino. Die Abfahrt ist wie Schmierseife und ich fahre nur noch rechts langsam runter, nachdem es mir mehrfach die Räder weggezogen hat. Scheinbar war es der erste Regen seit längerem. Mit jedem Meter den man sich von den Bergen entfernt hatte wurde das Wetter besser. Im Tal angekommen begannen die Straßen abzutrocknen und die SOnner kam hinter den Wolken hervor.

Es folgten die letzten 300 hm auf dieser Tour. Wie auch die anderen Tage, sollten es auch heute nicht daran fehlen das Gefühl zu bekommen das man fast über den Haufen gefahren wird. Ganze 2 haarscharfe Mal kam ich bei dem Anstieg in den Genuss. Vorbei ging es an dem imposanten Weingut Torre a Cona.



Oben angekommen ging es gleich ans gemütliche bergab rollen nach Florenz. Am Horizont war es schon sichtbar.

Kurze Zeit später war ich auch schon mitten in der Stadt.



Da ich in Florenz schon zweimal war, beschränke ich mich auf´s schnelle durchradeln in Richtung Bahnhof. Außerdem ist mir das hektische Touristentreiben hier einfach zu viel und somit versuche ich so schnell wie möglich das Weite zu suchen. Am Bahnhof suche ich die Bahnverbindungen nach Bologna zusammen. Eigentlich geht es schnell. Der Schnellzug fährt oft und braucht auch nicht lange. Ich darf diesen mit Rad allerdings nicht nehmen und die Züge mit Fahrradmitnahme fahren erst am späten Nachmittag wieder von Prato nach Florenz. Somit wird es eine 6 Stunden Rückreise mit einem langen Aufenthalt in Prato. Den nutze ich um ein bisschen durch die Stadt zu radeln.


In Bologna angekommen erwische ich vor lauter Hektik auch noch den Zug in die falsche Richtung. Anstatt Richtung Modena geht es Richtung Imola. Beim ersten Halt somit raus und wieder zurück nach Bologna. Hier gibt es nen Zugausfall und Bahnsteigwechsel und irgendwann nach ein bisschen durchfragen sitze ich dann im Zug nach Modena. Den letzten vom Bahnhof zum Auto geht es dann im Dunkeln und bei dichtem Nebel weiter. Es ist ganz schön kalt geworden. 5 Minuten vor Ladenschluss werden auf dem Weg noch ein paar Lebensmittel für die Rückfahrt gekauft. Spontan hatte ich mich entschieden in die Nacht rein zu fahren, um dem Wochenendverkehr aus dem Weg zu gehen. Das klappte auch wunderbar und nach 1 Uhr war ich bereits zu Hause.
FAZIT:
Was für eine tolle abwechslungsreiche Tour. Besonders die Emilia Romagna, Cinque Terre und das Chianti waren traumhafte Radregionen. Gerade die Emilia Romagna wird mich irgendwann wiedersehen. Das Wetter war bis auf den letzten Tag super. Die Nächte teilweise mit einigen Minusgraden schon richtig kalt, was gerade bei längeren Fahrten und aufstehen im Dunkeln recht frisch war. Trotz dessen das ich viel auf kleinen Straßen und auch auf Schotter unterwegs war, habe ich mich auf keiner Radreise bisher so bedrängt und so dem Risiko über den Haufen gefahren zu werden ausgesetzt gefühlt, wie bei dieser hier. Dazu gibt es auch einen eigenen Thread, wo das Ganze weiter diskutiert werden kann. Italien und Autofahrer - Eure Erfahrungen (Länder) .Hier bitte nicht. Das soll jedoch nicht die tollen Erlebnisse auf der Radreise schmälern. Allerdings werde ich bei der nächsten Italienreise noch intensiver mir die Strecke anschauen und gegebenenfalls mehr auf Schotter ausweichen.
Meine erste Tour mit Gravelbike war super. Das Cutthroat ist von der Geometrie her einfach toll. Drauf setzen und wohlfühlen. Bei keinem anderen Rad ist die Bandbreite so riesig. Man kann S2 Trails fahren oder aber auch Meter auf Asphalt machen. Man hat nie das Gefühl, das es nicht passt. Die ausgesuchten Taschen passen perfekt. Auch bei den größten Ruckelpisten und groben Trails wackelt rein gar nichts. Kein klappern, keine Geräusche, einfach nichts. Am Reiserad ist das Gewicht bei circa 17 kg + 25 kg Gepäck. Hier sind es circa 10 kg + knappe 13 kg Gepäck. Das merkt man deutlich gerade bei steileren Anstiegen. Dazu gibt es einfach mehr Freiheiten und man kann eben auch mal die ein oder andere Strecke fahren, die mit einem normalen Reiserad nicht möglich ist bzw kein Spaß machen würde. Für mich eine tolle weitere Option. Sicherlich werde ich nicht aufs normale Reiserad verzichten. Nur wird nun vielleicht beim Flussradweg das normale Rad verwendet und bei der nächsten Bergtour eben auf das Gravelbike zurück gegriffen.
Von San Giovanni Valdarno nach Florenz
Länge: 55,2 km
Fahrzeit: 2:44 Stunden
Höhenmeter: 660 m
https://www.komoot.de/tour/534519159
Der Tag beginnt anders als erwartet. Ich hatte mich schon so auf den Abschluss gefreut, denn ich hatte eine wunderbare Bergstraße gefunden. Diese sollte über Loro Ciuffenna, Richutng Gipfel Poggio Varco di Castelfranco und dann entlang der Gipfellkette zum Monte Seechieta mit anschließender Abfahrt nach Vallombrosa führen. Zu meinem Glück erwischte ich das einzige Gewitter was an diesem Tag in Italien unterwegs war. Und anstatt kurz durch zu ziehen kam regelmäßig Nachschub, welcher sich dann an der geplanten Bergkette festsetzte. Nach über 2 Stunden warten und der daraus resultierenden nicht mehr zu schaffenden Runde ging es also auf einer abgespeckten Variante Richtung Florenz. Ein bisschen trauere ich dem Ganzen tagsüber nach, aber Gewitter in den Bergen mit Rad muss man doch nicht haben.
Also geht es gegen Mittag los in die gleiche Richtung von der ich gestern kam. Etwas später ging es dann rechts weg nach Certignano. In Regensachen gestartet, wurde es bei den schwül warmen Wetter im Anstieg gleich schnell schweißtreibend heiß.






Der Regen hat etwas nachgelassen, aber Richtung eigentlicher Tourroute sieht es nach wie vor düster aus. Der Donner zeigt, das es oben richtig schön drin hängt. Weiter geht es jetzt unterhalb der Berge Richtung Pian di Sco und Regello




Es folgt gemütliches ausrollen in Richtung San Carlino. Die Abfahrt ist wie Schmierseife und ich fahre nur noch rechts langsam runter, nachdem es mir mehrfach die Räder weggezogen hat. Scheinbar war es der erste Regen seit längerem. Mit jedem Meter den man sich von den Bergen entfernt hatte wurde das Wetter besser. Im Tal angekommen begannen die Straßen abzutrocknen und die SOnner kam hinter den Wolken hervor.

Es folgten die letzten 300 hm auf dieser Tour. Wie auch die anderen Tage, sollten es auch heute nicht daran fehlen das Gefühl zu bekommen das man fast über den Haufen gefahren wird. Ganze 2 haarscharfe Mal kam ich bei dem Anstieg in den Genuss. Vorbei ging es an dem imposanten Weingut Torre a Cona.



Oben angekommen ging es gleich ans gemütliche bergab rollen nach Florenz. Am Horizont war es schon sichtbar.

Kurze Zeit später war ich auch schon mitten in der Stadt.



Da ich in Florenz schon zweimal war, beschränke ich mich auf´s schnelle durchradeln in Richtung Bahnhof. Außerdem ist mir das hektische Touristentreiben hier einfach zu viel und somit versuche ich so schnell wie möglich das Weite zu suchen. Am Bahnhof suche ich die Bahnverbindungen nach Bologna zusammen. Eigentlich geht es schnell. Der Schnellzug fährt oft und braucht auch nicht lange. Ich darf diesen mit Rad allerdings nicht nehmen und die Züge mit Fahrradmitnahme fahren erst am späten Nachmittag wieder von Prato nach Florenz. Somit wird es eine 6 Stunden Rückreise mit einem langen Aufenthalt in Prato. Den nutze ich um ein bisschen durch die Stadt zu radeln.


In Bologna angekommen erwische ich vor lauter Hektik auch noch den Zug in die falsche Richtung. Anstatt Richtung Modena geht es Richtung Imola. Beim ersten Halt somit raus und wieder zurück nach Bologna. Hier gibt es nen Zugausfall und Bahnsteigwechsel und irgendwann nach ein bisschen durchfragen sitze ich dann im Zug nach Modena. Den letzten vom Bahnhof zum Auto geht es dann im Dunkeln und bei dichtem Nebel weiter. Es ist ganz schön kalt geworden. 5 Minuten vor Ladenschluss werden auf dem Weg noch ein paar Lebensmittel für die Rückfahrt gekauft. Spontan hatte ich mich entschieden in die Nacht rein zu fahren, um dem Wochenendverkehr aus dem Weg zu gehen. Das klappte auch wunderbar und nach 1 Uhr war ich bereits zu Hause.
FAZIT:
Was für eine tolle abwechslungsreiche Tour. Besonders die Emilia Romagna, Cinque Terre und das Chianti waren traumhafte Radregionen. Gerade die Emilia Romagna wird mich irgendwann wiedersehen. Das Wetter war bis auf den letzten Tag super. Die Nächte teilweise mit einigen Minusgraden schon richtig kalt, was gerade bei längeren Fahrten und aufstehen im Dunkeln recht frisch war. Trotz dessen das ich viel auf kleinen Straßen und auch auf Schotter unterwegs war, habe ich mich auf keiner Radreise bisher so bedrängt und so dem Risiko über den Haufen gefahren zu werden ausgesetzt gefühlt, wie bei dieser hier. Dazu gibt es auch einen eigenen Thread, wo das Ganze weiter diskutiert werden kann. Italien und Autofahrer - Eure Erfahrungen (Länder) .Hier bitte nicht. Das soll jedoch nicht die tollen Erlebnisse auf der Radreise schmälern. Allerdings werde ich bei der nächsten Italienreise noch intensiver mir die Strecke anschauen und gegebenenfalls mehr auf Schotter ausweichen.
Meine erste Tour mit Gravelbike war super. Das Cutthroat ist von der Geometrie her einfach toll. Drauf setzen und wohlfühlen. Bei keinem anderen Rad ist die Bandbreite so riesig. Man kann S2 Trails fahren oder aber auch Meter auf Asphalt machen. Man hat nie das Gefühl, das es nicht passt. Die ausgesuchten Taschen passen perfekt. Auch bei den größten Ruckelpisten und groben Trails wackelt rein gar nichts. Kein klappern, keine Geräusche, einfach nichts. Am Reiserad ist das Gewicht bei circa 17 kg + 25 kg Gepäck. Hier sind es circa 10 kg + knappe 13 kg Gepäck. Das merkt man deutlich gerade bei steileren Anstiegen. Dazu gibt es einfach mehr Freiheiten und man kann eben auch mal die ein oder andere Strecke fahren, die mit einem normalen Reiserad nicht möglich ist bzw kein Spaß machen würde. Für mich eine tolle weitere Option. Sicherlich werde ich nicht aufs normale Reiserad verzichten. Nur wird nun vielleicht beim Flussradweg das normale Rad verwendet und bei der nächsten Bergtour eben auf das Gravelbike zurück gegriffen.