Posted by: philipp_k
Re: Deutschland. Deine Flüsse - deine Kanäle 14/15 - 05/04/15 10:31 AM
Zwölfte Etappe : Genthin - Berlin 95km

Wasserkreuzung bei Magdeburg

Wald kurz hinter Genthin

Noch mehr Wald - Birken und Kiefern
Es ist Sonntagmorgen um 7.30 Uhr und der Hotelwirt ist extra für mich aufgestanden und hat mir Frühstück gemacht. Wie er mir erzählt bin ich in dieser Nacht der einzige Gast. Ich schätze seine Bereitschaft nur für mich ebenfalls schon wach zu sein und während ich esse haben wir ein sehr nettes Gespräch über Genthin und wie es noch zu Zeiten der DDR war. Gespannt lausche ich seinen Erzählungen. Gut gestärkt mache ich mich auf den Weg. Der Ort hat wohl seit der Wende fast ein Drittel seiner Bewohner verloren und genau so sieht es hier auch aus. Viele Läden sind verschlossen und es wirkt irgendwie verschlafen. Dennoch gefällt mir das kleine Städtchen und mir kommen gleich etliche Ideen wie und was man hier alles machen und wieder aufbauen könnte. Im Gegensatz zum Süden, der auf mich immer irgendwie satt und träge wirkt, scheint es hier an jeder Ecke Potential zu geben. Nur eben keine Berge.
Gleich nach dem Ortsschild beginnt wieder Wald. Fast 20 km reiht sich Baum an Baum. Der Boden muss hier anders sein, da sich der Baumbestand deutlich vom Schwarzwald unterscheidet. Es scheint sehr sandig zu sein. Nach zwei Stunden bin ich dann in Brandenburg, wo bald die Bundesgartenschau beginnt. Hier führt der Radweg an den Elbe-Havel-Kanal, der auch schon durch Genthin geflossen ist. Nach der Wende wurde bei Magdeburg der Mittellandkanal durch eine Art Flussbrücke mit dem Elbe-Havel-Kanal verbunden. Es ist somit möglich mit dem Schiff einmal von West nach Ost zu fahren oder im Prinzip vom Bodensee bis nach Berlin hinter den Reichstag. Irre diese Vorstellung. Ich genieße es endlich wieder am Wasser zu sein und erfreue mich an dem schnellen Vorankommen.

Brandenburg

Radweg an der Havel
Der Radweg ist super ausgebaut und führt auf dem Deich viele Kurven machend entlang. Die Havel hat hier viel Platz und überall sehe ich Schilf und viele Vögel und Wildgänse. Es scheint auch Binnenschiffe zu geben, aber lang nicht so viele wie Tage zuvor. Wie schön ein Fluss sein kann wenn er nicht seinem ursprünglichen Flussbett beraubt wurde. Er wirkt viel lebendiger und strahlt eine ganz andere Kraft aus. Gegen Mittag erreiche ich Potsdam. Ich merke, dass ich mich der Hauptstadt nähere, da der Verkehr deutlich zunimmt und die Gegend viel stärker besiedelt ist. Die letzten Kilometer sind sehr anstrengend, da ich vom Süden her kommend ca. 15 km durch die Stadt muss und nun ständig Ampeln und viele Autos meinen Weg kreuzen. Endlich treffe ich am Tempelhofer Feld ein. Hier war ich schon oft und bin jedes Mal von neuem begeistert. Ein ehemaliger Flughafen, der nun für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Wahnsinn! Es herrscht ein reges Kommen und Gehen und alles was Rollen hat tummelt sich auf den Startbahnen. Am Morgen noch einsam im Wald unterwegs und nun inmitten von tausend Menschen. Ein Tag der Kontraste. Radreisen ist einfach stets ein Abenteuer und so viel abwechslungsreicher als mit dem Auto.

Berlin Tempelhofer Feld

Wasserkreuzung bei Magdeburg

Wald kurz hinter Genthin

Noch mehr Wald - Birken und Kiefern
Es ist Sonntagmorgen um 7.30 Uhr und der Hotelwirt ist extra für mich aufgestanden und hat mir Frühstück gemacht. Wie er mir erzählt bin ich in dieser Nacht der einzige Gast. Ich schätze seine Bereitschaft nur für mich ebenfalls schon wach zu sein und während ich esse haben wir ein sehr nettes Gespräch über Genthin und wie es noch zu Zeiten der DDR war. Gespannt lausche ich seinen Erzählungen. Gut gestärkt mache ich mich auf den Weg. Der Ort hat wohl seit der Wende fast ein Drittel seiner Bewohner verloren und genau so sieht es hier auch aus. Viele Läden sind verschlossen und es wirkt irgendwie verschlafen. Dennoch gefällt mir das kleine Städtchen und mir kommen gleich etliche Ideen wie und was man hier alles machen und wieder aufbauen könnte. Im Gegensatz zum Süden, der auf mich immer irgendwie satt und träge wirkt, scheint es hier an jeder Ecke Potential zu geben. Nur eben keine Berge.
Gleich nach dem Ortsschild beginnt wieder Wald. Fast 20 km reiht sich Baum an Baum. Der Boden muss hier anders sein, da sich der Baumbestand deutlich vom Schwarzwald unterscheidet. Es scheint sehr sandig zu sein. Nach zwei Stunden bin ich dann in Brandenburg, wo bald die Bundesgartenschau beginnt. Hier führt der Radweg an den Elbe-Havel-Kanal, der auch schon durch Genthin geflossen ist. Nach der Wende wurde bei Magdeburg der Mittellandkanal durch eine Art Flussbrücke mit dem Elbe-Havel-Kanal verbunden. Es ist somit möglich mit dem Schiff einmal von West nach Ost zu fahren oder im Prinzip vom Bodensee bis nach Berlin hinter den Reichstag. Irre diese Vorstellung. Ich genieße es endlich wieder am Wasser zu sein und erfreue mich an dem schnellen Vorankommen.

Brandenburg

Radweg an der Havel
Der Radweg ist super ausgebaut und führt auf dem Deich viele Kurven machend entlang. Die Havel hat hier viel Platz und überall sehe ich Schilf und viele Vögel und Wildgänse. Es scheint auch Binnenschiffe zu geben, aber lang nicht so viele wie Tage zuvor. Wie schön ein Fluss sein kann wenn er nicht seinem ursprünglichen Flussbett beraubt wurde. Er wirkt viel lebendiger und strahlt eine ganz andere Kraft aus. Gegen Mittag erreiche ich Potsdam. Ich merke, dass ich mich der Hauptstadt nähere, da der Verkehr deutlich zunimmt und die Gegend viel stärker besiedelt ist. Die letzten Kilometer sind sehr anstrengend, da ich vom Süden her kommend ca. 15 km durch die Stadt muss und nun ständig Ampeln und viele Autos meinen Weg kreuzen. Endlich treffe ich am Tempelhofer Feld ein. Hier war ich schon oft und bin jedes Mal von neuem begeistert. Ein ehemaliger Flughafen, der nun für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Wahnsinn! Es herrscht ein reges Kommen und Gehen und alles was Rollen hat tummelt sich auf den Startbahnen. Am Morgen noch einsam im Wald unterwegs und nun inmitten von tausend Menschen. Ein Tag der Kontraste. Radreisen ist einfach stets ein Abenteuer und so viel abwechslungsreicher als mit dem Auto.

Berlin Tempelhofer Feld