Posted by: veloträumer
Re: Viren bei Wasseraufbereitung - 01/28/11 05:58 PM
Der Film bezieht sich auf Länder mit funktionierenden, sauberen Wasserleitungssystemen. Er kritisiert ausdrücklich den Wohlstandsmüll von Plastikflaschen, wo sie nicht nötig sind. Und da ist vornehmlich die "erste Welt" angesprochen. Hier ging es aber darum, inwieweit in armen Ländern sauberes Wasser zugänglich ist. Dort gibt es weitgehend keine sauber funktionierenden Leitungssysteme und eine oft nicht ausreichende Dichte an lokalen Brunnen oder Meerwasserentsalzungsanlagen etc. Wasser dort in Plastikflaschen abzufüllen, über gewisse Distanzen zu transportieren und dieses auch dort anzubieten, wo es nicht ausreichend verfügbar ist (z.B. an Landstraßen für Truckfahrer), ist Teil des Überlebenskampfes. Natürlich kann man auch Tonkrüge benutzen. Plastikflaschen haben aber gewisse Vorteile.
Wer von den Vorschreibern genügend Geld und Engagement mitbringt, die Wasserinfrastruktur in Afrika so zu verbessern, dass auch lokaler Wassertransport in Flaschen nicht mehr nötig ist, kann das gerne tun. Ich würde mich freuen.
Ich habe ausdrücklich geschrieben, den Evian-Typus auszublenden. Das scheint nicht gelungen. Sofern es um hiesiges Wasser geht: Ich bin radikaler Leitungswassertrinker. Ich brauche auch keine Sprudelwässer. Nicht zuletzt ist ja Wasser in Glasflaschen abgefüllt auch nicht der ökologische Bringer. (Solide Vergleiche von Plastik zu Glas gibt es leider nicht, das meiste sind Milchmädchenrechnungen.) Auf Reisen in Europa trinke ich fast auschließlich aus Brunnen und Leitungen, soweit möglich und soweit ich das in den Restaurants auch bekomme. In Andalusien war das aber nicht flächendeckend möglich (sehr wohl aber in Süditalien), also wird es in anderen Teilen der Welt auch solche Lücken geben. Ich würde auch in wasserbedenklichen Ländern lieber einmal mehr eine "sichere" Wasserflasche kaufen, als eine Darminfektion zu riskieren. Ich kann trotzdem nicht gerade sagen, dass ich ein Wasserflaschenfanatiker bin - egal ob Glas oder Plaste.
Wer von den Vorschreibern genügend Geld und Engagement mitbringt, die Wasserinfrastruktur in Afrika so zu verbessern, dass auch lokaler Wassertransport in Flaschen nicht mehr nötig ist, kann das gerne tun. Ich würde mich freuen.
Ich habe ausdrücklich geschrieben, den Evian-Typus auszublenden. Das scheint nicht gelungen. Sofern es um hiesiges Wasser geht: Ich bin radikaler Leitungswassertrinker. Ich brauche auch keine Sprudelwässer. Nicht zuletzt ist ja Wasser in Glasflaschen abgefüllt auch nicht der ökologische Bringer. (Solide Vergleiche von Plastik zu Glas gibt es leider nicht, das meiste sind Milchmädchenrechnungen.) Auf Reisen in Europa trinke ich fast auschließlich aus Brunnen und Leitungen, soweit möglich und soweit ich das in den Restaurants auch bekomme. In Andalusien war das aber nicht flächendeckend möglich (sehr wohl aber in Süditalien), also wird es in anderen Teilen der Welt auch solche Lücken geben. Ich würde auch in wasserbedenklichen Ländern lieber einmal mehr eine "sichere" Wasserflasche kaufen, als eine Darminfektion zu riskieren. Ich kann trotzdem nicht gerade sagen, dass ich ein Wasserflaschenfanatiker bin - egal ob Glas oder Plaste.