Posted by: fluxomatic
Re: Radfahren und Hüftarthrose - 12/04/07 12:59 AM
In Antwort auf: tobe
Nun zu meinen Frage: hat jem. von euch ähnliche Probleme gehabt und diese irgendwie in den Griff bekommen? Wird durch das Radfahren doch die Arthrose eher verstärkt? Angeblich sollte Radfahren ja die Beweglichkeit des Gelenks erhalten (lt. Arzt und Physiotherapeutin)?! Müßte/ Könnte ich vielleicht irgendetwas an der Geometrie des Bikes verändern?
Ich kenne das Auskunftssprektrum:
- Schulterzucken
- O-Ton: "" (keine Antwort auf eine Frage)
- Vieleicht *.*
- Kann eventuell helfen
- Müssen sie ausprobieren
- Wenn es weht tut aufhören
- Auf jeden Fall Sport machen und aktiv bleiben
- Aber nicht wenn Sie Schmerzen haben
- Hmmm...
- Bester war: "Ich habe auch Schmerzen"
Radfahren und Schwimmen werden aber oft als unkritisch bzw. gut empfohlen. Dabei sollte man aber meiner Erfahrung nach jegliche Belastung im "Leistungssportbereich" vermeiden, also alles langsam und eher über die Ausdauer angehen, nichts mit Kraft, Ruck, Anspannung etc. Also mit den Treibholz schwimmen bzw. mit weniger Beinarbeit. Beim Radfahren auf die Trittfrequenz achten und alles einen Tacken langsamer angehen bis man selber die Grenzen besser einschätzen kann. Als Tip (speziell bei Touren): Bei 3*8/9 Kette zu einfach auf dem kleinsten Blatt vorne fahren und die Umgebung genießen und nicht die Geschwindigkeit, auch wenn es schwer fällt. Oft ganz wichtig: Wärme! Also gerade jetzt immer eine halblange bzw. lange extra-Unterhose anziehen. Bloß die kritischen Stellen nicht auskühlen lassen und mit Dehnübungen anfangen (Physiotherapeuten darauf ansprechen, der sollte einem Übungen zeigen können).
Die Geometrie des Rades spielt auf jeden Falle eine Rolle. Je nach Sitzposition und Körperöffnungswinkel (Siehe u.a. hier) werden andere Muskelgruppen und Gelenke bzw. die Wirbelsäule belastet. Wie sich das nun im einzelnen Fall auswirkt, was gut oder schlecht ist wird Dir keiner ohne Spezialausbildung oder eigene Weiterbildung in diesem Gebiet sagen können. Ggf. hilft hier ein Sportmediziner aus dem Lauf/Radsportbereich weiter?! Alternative: Ausprobieren und das lassen was schmerzt (siehe auch die Standardauskünfte oben).
In wieweit auch mit kleinen Dauerbelastungen (z.b. 4 * am Tag 3km) irgendwas kaputt gemacht werden kann, ohne das man das nun direkt schmerzhaft merkt ist auch mir nicht klar. Konkret verwertbare Aussagen/Auskünfte bekommst Du meist nicht, maximal grobe Wegweiser nach eigenen konkreten Nachbohren/Fragen. Im Regelfall sind aber die praktizierenden Physiotherapeuten deutlich hilfreicher als die Orthopäden. Wenn Du aber akute Schmerzen hast würde ich erstmal kürzer treten bis diese abgeklungen sind. Übungsprogramm für zu Hause sollte dir ja der Physiotherapeut mitgegeben haben.
Auch ich würde mich hier über weitergehende Information freuen.
Gruß,
H.C.