Re: Lebensdurchschnittserwartung bei Radfahrern

Posted by: Uwe Radholz

Re: Lebensdurchschnittserwartung bei Radfahrern - 12/02/07 04:13 PM

In Antwort auf: iassu

In Antwort auf: Uwe Radholz

Das Verständnis eines komplexen Prozesses, der durchaus ins pathogene führt, wird bei Dir durch gefühlte Volksmedizin und unerschütterliches Selbstvertrauen ersetzt

Das ist doch auch nichts weiter als Polemik. Sachlich ist das kein Eingehen auf Ingmars Vorstellungen.
Andreas


Polemisch? Sicher.
Es ist eine Bewertung seines Beitrages, der sich ja zum Teil als eine Antwort auf meinen Beitrag verstand.

Aber ich will es dann noch mal deutlicher machen. Auch auf die Gefahr, redundant zu werden.

Nicht jeder der viel Alkohol trinkt, ist ein Suchtkranker. Der Kranke aber ist nicht in der Lage den eigenen Konsum zu steuern. Sowenig wie es dem an einer schweren Depression erkrankten möglich ist, "sich zusammen zu reißen".
Alle bisher erfolgreich angewandten Behandlungen von Suchterkrankungen beruhen ausschließlich und ohne (eine mir bekannte) Ausnahme auf strikt ein zuhaltender Abstinenz. Bis hin zum Verbot der Weinbrandbohne .Dies aber ist bei der Nahrungsaufnahme nicht möglich. Das beschreibt das Problem und die Annahme, dass hier die Ursache dafür liegt, dass alle bisher angewandten Therapien ausnahmslos -soweit es tatsächlich Kranke betrifft- langfristig vollkommen erfolglos blieben, gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Ohne jetzt die komplizierte Frage, wo ein Zustand "krankhaft" wird, beschreiben zu wollen (und wahrscheinlich würde ich es auch nicht können) denke ich, dass Dein oben erfolgter Verweis auf "psychische" Erkrankungen, zutreffend ist.

Polemisch werde ich sicher wieder, wenn ich mit einer Argumentation konfrontiert werde, die daraus besteht zu sagen "Ich kann dass schließlich auch, also sollten das die anderen auch können". Eine Haltung die man übrigens (immer von Gesunden) gegenüber an anderen psychischen Erkrankungen leidenden Menschen -und hier rede ich von konkreten persönlichen Erfahrungen aus meinem privaten Umfeld- immer wieder feststellt.