Posted by: Ulibarbara
Re: Touren in grossen Höhen - Erfahrungsberichte? - 04/21/05 12:34 PM
Ausprobieren - aber vorsichtig!
Uns ging es gut dabei (Chile, Bolivien Sept.04)). Max. Höhe 4900m mit dem Rad, (6300 m zu Fuss - aber da musste ich pusten wie eine Dampflok und hatte ein leises Pfeifen im Ohr).
Wir haben uns folgendermassen aklimatisiert: auf 0m starten, einrollen, dann auf 1000-2000 eine Woche radeln, auf dem ersten höheren Pass übernachten (3400? m), wieder abfahren auf über 2000 pausieren. Dann wurde es ernst - wir hatten geplant den folgenden Pass hochzufahren soweit wie möglich, dort zu übernachten (das war so auf 3500), am nächsten Tag bis auf die Passhöhe zu radeln (4500), und dann aber wieder auf der gleichen Seite zurückzufahren, auf der wir gekommen sind, da auf der anderen ein Abstieg tiefer als 4200 (Altiplano) nicht mehr möglich gewesen wäre und wieder so auf unter 4000 zu zelten. Als wir oben waren, ging es uns aber so gut, dass wir beschlossen haben, weiterzufahren, also "oben" zu bleiben. Ein paar Tage später haben wir dann auf ganz knapp 5000 gezeltet, da haben wir gemerkt, dass alltägliche Arbeiten mehr Luft brauchen als sonst. Beim Fahren ist das allerdings nicht sonderlich aufgefallen, das Gelände hat abgelenkt.
3 Wochen später zu Fuss Basislager auf 5200, Gipfel etwas über 6300 - ab 6000 habe ich mit der Höhe gekämpft und bin immer langsamer geworden.
Absolut wichtig ist die langsame Gewöhnung, und zwar von unten nach oben (also nicht am Titicacasee aus dem Flieger fallen!). Wenn ich sage. es ging mir gut - dann meine ich rein subjektiv - Leistungseinbussen gab es schon, aber das ist erst wieder unten aufgefallen (hu - geht das leicht!). Ich habe immer eine messbar unterdurchschnittliche Lungenfunktion, vielleicht leichtes Asthma, jedenfalls war der Atemwiderstand unten wieder ziemlich unangenehm auffällig, oben wars ok.
Die Höhenakzeptanz nimmt MITdem Alter ZU (ich bin 33, mein Freund 47). Sie hängt NICHT mit der allgemeinen Fitness oder Kondition zusammen. Und es ist einfach Veranlagung.
Ein extremer Bergsteiger in meinem Bekanntenkreis, der ein ganz hervorragender Alpinist ist, hat bereits auf "geringen" nepalesischen Höhen um die 5000 akute Höhenkrankheit bekommen - trotz Akklimatisation. Er verträgt es leider nicht!
Bitte verzeih mir, ich kann mir Höhen schlecht merken und habe gerade die Karte nicht da- die Angaben sind gerundet. Sasa ist eine ähnliche Strecke gefahren, teilweise die gleiche, er weiss es besser. Seine Beschreibung ist ziemlich erschöpfend! Also mal losschmökern.
Die Anden sind auch in der Realität unser Traumziel geblieben, wir wollen wieder hin.
Uli
Uns ging es gut dabei (Chile, Bolivien Sept.04)). Max. Höhe 4900m mit dem Rad, (6300 m zu Fuss - aber da musste ich pusten wie eine Dampflok und hatte ein leises Pfeifen im Ohr).
Wir haben uns folgendermassen aklimatisiert: auf 0m starten, einrollen, dann auf 1000-2000 eine Woche radeln, auf dem ersten höheren Pass übernachten (3400? m), wieder abfahren auf über 2000 pausieren. Dann wurde es ernst - wir hatten geplant den folgenden Pass hochzufahren soweit wie möglich, dort zu übernachten (das war so auf 3500), am nächsten Tag bis auf die Passhöhe zu radeln (4500), und dann aber wieder auf der gleichen Seite zurückzufahren, auf der wir gekommen sind, da auf der anderen ein Abstieg tiefer als 4200 (Altiplano) nicht mehr möglich gewesen wäre und wieder so auf unter 4000 zu zelten. Als wir oben waren, ging es uns aber so gut, dass wir beschlossen haben, weiterzufahren, also "oben" zu bleiben. Ein paar Tage später haben wir dann auf ganz knapp 5000 gezeltet, da haben wir gemerkt, dass alltägliche Arbeiten mehr Luft brauchen als sonst. Beim Fahren ist das allerdings nicht sonderlich aufgefallen, das Gelände hat abgelenkt.
3 Wochen später zu Fuss Basislager auf 5200, Gipfel etwas über 6300 - ab 6000 habe ich mit der Höhe gekämpft und bin immer langsamer geworden.
Absolut wichtig ist die langsame Gewöhnung, und zwar von unten nach oben (also nicht am Titicacasee aus dem Flieger fallen!). Wenn ich sage. es ging mir gut - dann meine ich rein subjektiv - Leistungseinbussen gab es schon, aber das ist erst wieder unten aufgefallen (hu - geht das leicht!). Ich habe immer eine messbar unterdurchschnittliche Lungenfunktion, vielleicht leichtes Asthma, jedenfalls war der Atemwiderstand unten wieder ziemlich unangenehm auffällig, oben wars ok.
Die Höhenakzeptanz nimmt MITdem Alter ZU (ich bin 33, mein Freund 47). Sie hängt NICHT mit der allgemeinen Fitness oder Kondition zusammen. Und es ist einfach Veranlagung.
Ein extremer Bergsteiger in meinem Bekanntenkreis, der ein ganz hervorragender Alpinist ist, hat bereits auf "geringen" nepalesischen Höhen um die 5000 akute Höhenkrankheit bekommen - trotz Akklimatisation. Er verträgt es leider nicht!
Bitte verzeih mir, ich kann mir Höhen schlecht merken und habe gerade die Karte nicht da- die Angaben sind gerundet. Sasa ist eine ähnliche Strecke gefahren, teilweise die gleiche, er weiss es besser. Seine Beschreibung ist ziemlich erschöpfend! Also mal losschmökern.
Die Anden sind auch in der Realität unser Traumziel geblieben, wir wollen wieder hin.
Uli