Posted by: Fricka
Re: Transnistrien- AKTUELLE Erfahrungen/ Erlebnisse ?? - 10/22/13 07:00 AM
Anfang Oktober 2013.
Ich weiß nicht, ob es der Sache dient, wenn man das hier näher beschreibt. Aber wenn du fragst.....
Also: Einreise: Wir reisen mittags in die Ukraine ein. Von Moldawien aus. Wir gehen von vornherein davon aus, dass das länger dauern wird. Schließlich ist das keine EU-Binnengrenze und die Ukraine kein Schengenland. Wir haben reichlich Erfahrung aus Grenzübertritten jeder Art aus 30 Jahren in Afrika und Asien. Wir kommen ordentlich aufgeräumt und frisch gekämmt mit sauberem Hemd an. Stellen uns geduldig hinten an und lächeln freundlich.
Vor dem Grenzübergang stehen etwa 15 Autos an. Nichts geschieht. Wir werden nicht abgefertigt. Sonst auch keiner. Nach einer Stunde kommt man auf uns zu. Wir sind immer noch die letzten in der Wartegemeinschaft, werden nun aber zur Freude der anderen als erste abgefertigt. Man trägt unsere Pässe weg. Die Räder müssen wir vor dem Abfertigungsgebäude parken. Wir sollen sie entladen und alles Gepäck hineintragen. Einer meiner Frontroller geht nicht ab. Die Aufhängung war ausgerissen und ist nun durch zwei Kabelbinder ersetzt. Der Inhalt (Proviant) ist in einer Plastiktüte. Ich schlage vor, diese herauszunehmen und ohne Frontroller in das Gebäude zu bringen. Die Zöllner sind einverstanden. Einer geht in die Hocke und fühlt nach, ob auch keine Salzstange drin geblieben ist.
Ein Zöllner wird geholt, der Englisch spricht. Er ist freundlich. Ein anderer brüllt uns auf Russisch an. Wir lächeln freundlich.
Nun wird alles ausgepackt. Definitiv alles. Bevor sie Beutel und Tüten ausschütten, werden sie abgetastet. Unser Geburtstagskuchen ist das erste Opfer. Er wird geduldig in einen Pfannkuchen verwandelt. Trotz unserer Angebote, ihn auszupacken und vorzuzeigen.
Jeder einzelne Gegenstand muss erklärt werden. Es soll jeweils auch begründet werden, warum wir ihn mitführen. Wir haben eigentlich nur ziemlich profanes Zeug dabei. Klamotten, Campingzeug, Regenzeug. Irgendwann darf alles wieder eingepackt werden.
Wir müssen eine Devisenerklärung ausfüllen. Auf unsere Frage, ob wir all die Balkanwährungen, die wir dabei haben, die aber jeweils den Gegenwert von 10 € nicht erreichen. "Da". Als ich das alles eintragen will und den Inhalt unserer Portemonnaies auf den Tisch schütte, nehmen sie mir die Erklärung weg. Oben drüber steht, dass man sie bis zur Wiederausreise bei sich führen soll. Sonst dürfe man nicht ausreisen. Sie lassen uns unterschreiben. Dann nehmen sie uns das Ding weg. Reden wollen sie nicht mehr mit uns.
Endlich bekommen wir die abgestempelten Pässe zurück und einen Zettel, den wir an den Kontrollen vorzeigen sollen. Irgendwann sind wir durch die letzte Kontrolle durch. Ein Gitter wird aufgezogen. Wir dürfen einreisen.
Es ist 20 Uhr und stockfinster.
Ausreise: im Fernbus. Bei der Anfahrt auf die Grenze wird gesammelt. Jeder soll nach Geschmack Euros in einen Hut werfen. Für die Grenze. Es sei den Versuch wert. Sagen die Einheimischen. Normalerweise müsse man 6-8 Stunden für den Grenzübertritt rechnen. Gäbe es aber genug Geld, werde man überhaupt nicht kontrolliert. Es sei nur schwer vorherzusagen, wieviel das sein müsse. Also nur ein Versuch. Es war wohl genug. Wir brauchen eine halbe Stunde für den Grenzübertritt.
Ich weiß nicht, ob es der Sache dient, wenn man das hier näher beschreibt. Aber wenn du fragst.....
Also: Einreise: Wir reisen mittags in die Ukraine ein. Von Moldawien aus. Wir gehen von vornherein davon aus, dass das länger dauern wird. Schließlich ist das keine EU-Binnengrenze und die Ukraine kein Schengenland. Wir haben reichlich Erfahrung aus Grenzübertritten jeder Art aus 30 Jahren in Afrika und Asien. Wir kommen ordentlich aufgeräumt und frisch gekämmt mit sauberem Hemd an. Stellen uns geduldig hinten an und lächeln freundlich.
Vor dem Grenzübergang stehen etwa 15 Autos an. Nichts geschieht. Wir werden nicht abgefertigt. Sonst auch keiner. Nach einer Stunde kommt man auf uns zu. Wir sind immer noch die letzten in der Wartegemeinschaft, werden nun aber zur Freude der anderen als erste abgefertigt. Man trägt unsere Pässe weg. Die Räder müssen wir vor dem Abfertigungsgebäude parken. Wir sollen sie entladen und alles Gepäck hineintragen. Einer meiner Frontroller geht nicht ab. Die Aufhängung war ausgerissen und ist nun durch zwei Kabelbinder ersetzt. Der Inhalt (Proviant) ist in einer Plastiktüte. Ich schlage vor, diese herauszunehmen und ohne Frontroller in das Gebäude zu bringen. Die Zöllner sind einverstanden. Einer geht in die Hocke und fühlt nach, ob auch keine Salzstange drin geblieben ist.
Ein Zöllner wird geholt, der Englisch spricht. Er ist freundlich. Ein anderer brüllt uns auf Russisch an. Wir lächeln freundlich.
Nun wird alles ausgepackt. Definitiv alles. Bevor sie Beutel und Tüten ausschütten, werden sie abgetastet. Unser Geburtstagskuchen ist das erste Opfer. Er wird geduldig in einen Pfannkuchen verwandelt. Trotz unserer Angebote, ihn auszupacken und vorzuzeigen.
Jeder einzelne Gegenstand muss erklärt werden. Es soll jeweils auch begründet werden, warum wir ihn mitführen. Wir haben eigentlich nur ziemlich profanes Zeug dabei. Klamotten, Campingzeug, Regenzeug. Irgendwann darf alles wieder eingepackt werden.
Wir müssen eine Devisenerklärung ausfüllen. Auf unsere Frage, ob wir all die Balkanwährungen, die wir dabei haben, die aber jeweils den Gegenwert von 10 € nicht erreichen. "Da". Als ich das alles eintragen will und den Inhalt unserer Portemonnaies auf den Tisch schütte, nehmen sie mir die Erklärung weg. Oben drüber steht, dass man sie bis zur Wiederausreise bei sich führen soll. Sonst dürfe man nicht ausreisen. Sie lassen uns unterschreiben. Dann nehmen sie uns das Ding weg. Reden wollen sie nicht mehr mit uns.
Endlich bekommen wir die abgestempelten Pässe zurück und einen Zettel, den wir an den Kontrollen vorzeigen sollen. Irgendwann sind wir durch die letzte Kontrolle durch. Ein Gitter wird aufgezogen. Wir dürfen einreisen.
Es ist 20 Uhr und stockfinster.
Ausreise: im Fernbus. Bei der Anfahrt auf die Grenze wird gesammelt. Jeder soll nach Geschmack Euros in einen Hut werfen. Für die Grenze. Es sei den Versuch wert. Sagen die Einheimischen. Normalerweise müsse man 6-8 Stunden für den Grenzübertritt rechnen. Gäbe es aber genug Geld, werde man überhaupt nicht kontrolliert. Es sei nur schwer vorherzusagen, wieviel das sein müsse. Also nur ein Versuch. Es war wohl genug. Wir brauchen eine halbe Stunde für den Grenzübertritt.