Posted by: veloträumer
Re: Girona (Spanien) - Lemwerder (bei Bremen) - 11/23/12 11:06 PM
In Antwort auf: Keine Ahnung
Meiner Erinnerung nach wäre das aber eine ungünstige Fahrtrichtung im Rhonetal. Ich habe dort schon unangenehme Erfahrungen mit "Gegensturm" machen müssen. Immerhin konnten wir uns damals zu zweit mit Windschattenfahren ein wenig abwechseln. Ob diesmal mein Schwager mitkommen wird, weiß ich noch nicht. Auf die Gefahr hin, dass ich dem Wind (habe ich genug im Norden) alleine trotzen muss, lasse ich das Rhonetal doch lieber (trotz der verlockenden Hügel
).

Ob du meine Variante ab Aigle fährst oder weiter nach Montreux, ist so ziemlich die gleiche Strecke im Rhonetal. Nach meiner Variante fährst du sogar früher in ein Bergtal, wo es nicht mehr windet. Tatsächlich aber muss ich dir mit dem Rhonetal recht geben. Das ist wohl sehr windanfällig. Ich habe insgesamt das dreimal erlebt - der Wind trieb jeweils Rhone-aufwärts - also von Martigny nach Brig. Zweimal Kampf dagegen, einmal hatte ich ihn im Rücken. Da du aber erst beim Knick in Martigny ins Rhonetal einfährst, könntest du Glück haben, der Teil bis zum Genfer See liegt weniger in diesem Windkanal. Zudem hilft es sehr früh zu fahren. Der Wind keimte etwa ab Vormittag stärker auf, gegen Nachmittag am stärksten. Übrigens habe ich erlebt, dass der schier unwirkliche Sturm im Rhonetal mit Ausfahrt Martigny in Richtung St. Bernhard völlig verschwunden war.
In Antwort auf: Keine Ahnung
Übrigens sollte auch die West-Ost-Richtung entlang der Mittelmeerküste bzgl. Wind günstiger sein (wenn ich mich richtig erinnere).
So ist es. Der Tramontana im Languedoc kommt meist aus Westen, manchmal auch Nordwest. Der Mistral hat wohl eine ausgeprägtere Nordwestkomponente. Allerdings kann auch Seitenwind ausreichend sein um zu verzweifeln. Auf der Strecke Côte Vermeille - Leucate Plage hatte ich mal so starken Seitenwind, dass es auf dichtbefahrene Straße sehr gefährlich - insbesondere, wenn LKWs oder Wohnwagen eine vorübergehenden Windschutz bieten und wenn sie vorbei sind, wird man von der Böe erfasst. Ich hatte nach Ruhetagen in Leucate Plage sogar mit dem Campingwart diskutiert, die Pause zu verlängern, weil die Weiterfahrt zu gefährlich sein könnte. Der Wind brach dann aber rechtzeitig ein. Ich habe hier auch mal ein Bild von dieser Tour eingestellt mit einem Baum, dessen Äste sich imWind auf einen 90°-Winkel zum Stamm hin neigten (ist mir jetzt zu aufwändig zu suchen).