Posted by: Radeldaniel
Re: italien mit dem Zelt - 04/08/04 10:54 AM
Hallo Karlheinz,
zu den Steigungen: wenn Ihr im HSK zurechtkommt, sollten z.B. folgende vom Oberrhein aus gut zugänglichen Routen für Euch in Frage kommen:
1. Freiburg - Bad Säckingen - Aarau - Luzern - St. Gotthard (2112) - Lago Maggiore - Lago d'Orta (wunderschön!) - Novara - Genova
2. Lindau - Chur - Reichenau - (unbedingt das südliche Oberrheinufer nehmen!) - Disentis - Lukmanierpass (1917) - Lago Maggiore - weiter wie 1.
3. Lindau - Chur - Thusis - Bergün (eine Reise wert) - Albulapass (2315) - Pontresina - Berninapass (2323) - Lago di Como - Novara - Genova
4. Lindau - Landquart - Davos - Flüelapass (2388) - Zernez - Ofenpass - Müstair (sehenswert!) - Meran - Trento - Venezia - Inselhüpfen nach Chioggia
5. wie 3. bis Berninapass, weiter über Forcola di Livigno (2315) - Livigno - Ofenpass - weiter wie 4.
Alle hier aufgelisteten Pässe habe ich bereits mit 25-35 kg Gepäck bewältigt. Am Berninapass von Süden kommend mußte ich einmal bei Gewitter und heftigem Nordwind wenige 100 m schieben. Das ist ebensowenig eine Schande wie eine Reduzierung des Tagespensums im Hochgebirge von sonst üblichen 80-100 km auf "nur" 30-40 km. Geologisch bedingt sind die meisten Pässe nach Süden hin deutlich steiler als nach Norden. Nr. 4 würde ich eher für die Rückfahrt nach 3 Monaten Training in umgekehrter Richtung empfehlen. Außerdem wartet der Ofenpass mit einer kleinen Gemeinheit: auf der Nordseite gibt es zwischen der Einmündung des Tunnels von Livigno und Zernez nochmal einen beträchtlichen Zwischenanstieg.
Mit großem Abstand am leichtesten zu fahren ist der Lukmanierpass. Abgesehen vom sehr schönen Vorderrheintal ist diese Strecke aber vergleichsweise etwas trostlos. Ich würde die Alpenüberquerung auf jeden Fall so gestalten, daß große Flußtäler (Rhein, Etsch, Rhone, Inn...) beim Aufstieg gesucht und bei der Abfahrt gemieden werden, weil oft ein kräftiger Wind talaufwärts weht - bergab treten zu müssen ist deprimierend, bergauf "segeln" dagegen macht Spaß. Übrigens fand ich einige Küstenabschnitte in Italien anstrengender zu bewältigen als die oben genannten Alpenpässe. Die Küstenstraßen führen besonders an der Westküste oft von einer Siedlung in Meereshöhe über einen 500-600 m hohen Pass in die wieder auf NN gelegene Nachbarsiedlung.
Zum Kartenmaterial: ich empfehle aus eigener Erfahrung die Falk Internationale Länderkarte Italien 1 : 750 000. In Verbindung mit bescheidenen Kenntnissen Romanischer Sprachen und kostenlos bis billig vor Ort erhältlichen Stadtplänen findet man damit alles, was man wirklich braucht. Der nördliche Rand dieser Karte geht durch Stuttgart, so daß eventuell auf eine Deutschland-Karte ganz verzichtet werden kann. Ansonsten empfehle ich für Deutschland die benötigten Seiten aus dem dünnen ADAC Straßenatlas (1 : 400 000, gab es mal als Werbegeschenk) herauszutrennen und mit Tesafilm zu einer Karte zusammenzukleben.
Daniel
zu den Steigungen: wenn Ihr im HSK zurechtkommt, sollten z.B. folgende vom Oberrhein aus gut zugänglichen Routen für Euch in Frage kommen:
1. Freiburg - Bad Säckingen - Aarau - Luzern - St. Gotthard (2112) - Lago Maggiore - Lago d'Orta (wunderschön!) - Novara - Genova
2. Lindau - Chur - Reichenau - (unbedingt das südliche Oberrheinufer nehmen!) - Disentis - Lukmanierpass (1917) - Lago Maggiore - weiter wie 1.
3. Lindau - Chur - Thusis - Bergün (eine Reise wert) - Albulapass (2315) - Pontresina - Berninapass (2323) - Lago di Como - Novara - Genova
4. Lindau - Landquart - Davos - Flüelapass (2388) - Zernez - Ofenpass - Müstair (sehenswert!) - Meran - Trento - Venezia - Inselhüpfen nach Chioggia
5. wie 3. bis Berninapass, weiter über Forcola di Livigno (2315) - Livigno - Ofenpass - weiter wie 4.
Alle hier aufgelisteten Pässe habe ich bereits mit 25-35 kg Gepäck bewältigt. Am Berninapass von Süden kommend mußte ich einmal bei Gewitter und heftigem Nordwind wenige 100 m schieben. Das ist ebensowenig eine Schande wie eine Reduzierung des Tagespensums im Hochgebirge von sonst üblichen 80-100 km auf "nur" 30-40 km. Geologisch bedingt sind die meisten Pässe nach Süden hin deutlich steiler als nach Norden. Nr. 4 würde ich eher für die Rückfahrt nach 3 Monaten Training in umgekehrter Richtung empfehlen. Außerdem wartet der Ofenpass mit einer kleinen Gemeinheit: auf der Nordseite gibt es zwischen der Einmündung des Tunnels von Livigno und Zernez nochmal einen beträchtlichen Zwischenanstieg.
Mit großem Abstand am leichtesten zu fahren ist der Lukmanierpass. Abgesehen vom sehr schönen Vorderrheintal ist diese Strecke aber vergleichsweise etwas trostlos. Ich würde die Alpenüberquerung auf jeden Fall so gestalten, daß große Flußtäler (Rhein, Etsch, Rhone, Inn...) beim Aufstieg gesucht und bei der Abfahrt gemieden werden, weil oft ein kräftiger Wind talaufwärts weht - bergab treten zu müssen ist deprimierend, bergauf "segeln" dagegen macht Spaß. Übrigens fand ich einige Küstenabschnitte in Italien anstrengender zu bewältigen als die oben genannten Alpenpässe. Die Küstenstraßen führen besonders an der Westküste oft von einer Siedlung in Meereshöhe über einen 500-600 m hohen Pass in die wieder auf NN gelegene Nachbarsiedlung.
Zum Kartenmaterial: ich empfehle aus eigener Erfahrung die Falk Internationale Länderkarte Italien 1 : 750 000. In Verbindung mit bescheidenen Kenntnissen Romanischer Sprachen und kostenlos bis billig vor Ort erhältlichen Stadtplänen findet man damit alles, was man wirklich braucht. Der nördliche Rand dieser Karte geht durch Stuttgart, so daß eventuell auf eine Deutschland-Karte ganz verzichtet werden kann. Ansonsten empfehle ich für Deutschland die benötigten Seiten aus dem dünnen ADAC Straßenatlas (1 : 400 000, gab es mal als Werbegeschenk) herauszutrennen und mit Tesafilm zu einer Karte zusammenzukleben.
Daniel