Posted by: zaher ahmad
Re: Radreise durch Afrika - 01/22/12 12:49 PM
Hallo,
erst mal was zum Norden des Sudan:
da scheint die Lage schon seit vielen Jahren unverändert stabil, das geht jedoch wegen der vielen Probleme in anderen Landesteilen (Darfur, Grenzregion zum Südsudan, neuerdings auch zu Eritrea) unter. In den letzten knapp 20 Jahren war die Route Ägypten - Nordsudan - Äthiopien - Kenia meist durchgängig relativ sicher möglich und wurde so auch von vielen Overlandern mit Auto, Motorrad oder Fahhrad genutzt.
Wenn ich mir die aktuellen Aussagen des Auswaertigen Amtes dazu ansehe und mit denen von vor 10 Jahren vergleiche, erscheint mir das einzige neue Problem der kurze Abschnitt im Bereich Gedaref zu sein.
Wenn Du belastbarere Aussagen haben möchtest, solltest Du Dich per Mail oder Telefon an die jeweilige Deutsche Botschaft wenden und Dein Vorhaben konkret schildern. Man wird dann zwar nach wie vor auf die Reisehinweise verweisen und Dir nicht generell einfach zu zu- oder abraten, aber zwischen den Zeilen kannst Du sehr wohl eine Einschätzung des Mitarbeiters finden.
Viel wertvoller sind meines Erachtens jedoch Berichte von Leuten die dort kürzlich unterwegs waren. Guter Ausgangspunkt: Thorntree-Forum auf der LP-Homepage. Liest man sich diese kritisch durch, ergibt sich daraus meist ein wesentlich vielseitigeres Bild, insbesondere bezogen auf die eigene Reisesituation.
Entscheidest Du Dich für Westafrika, erscheinen mir die bisher gegebenen Hinweise zu kurz gesprungen, weil Du noch lange nicht in Kapstadt bist wenn Du Mauretanien mal hinter Dir hast. Dann liegen ja noch ein paar weitere "Problemkandidaten" dazwischen, z.B. Nigeria oder Kongo.
Aufgrund der Gegebenheiten musst Du ohnehin entweder Sudan oder Kongo durchqueren, um weiter nach Süden zu kommen.
Wie auch immer Du Dich entscheidest, auf Grund der Nadelöhre Assuan - Wadi Halfa und Südsahara - Mauretanien wirst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit andere treffen, die Dir entgegenkommen und kannst Deine Entscheidung bis zur letzten Minute aktuellen Infos anpassen und immer wieder überdenken. Im schlechteren Fall bedeutet dies natürlich auch, dass Du vor einer Sackgasse stehst. Das kann aber immer mal passieren und sollte Dich nicht davon abhalten, loszufahren.
Grüße
zaher
erst mal was zum Norden des Sudan:
da scheint die Lage schon seit vielen Jahren unverändert stabil, das geht jedoch wegen der vielen Probleme in anderen Landesteilen (Darfur, Grenzregion zum Südsudan, neuerdings auch zu Eritrea) unter. In den letzten knapp 20 Jahren war die Route Ägypten - Nordsudan - Äthiopien - Kenia meist durchgängig relativ sicher möglich und wurde so auch von vielen Overlandern mit Auto, Motorrad oder Fahhrad genutzt.
Wenn ich mir die aktuellen Aussagen des Auswaertigen Amtes dazu ansehe und mit denen von vor 10 Jahren vergleiche, erscheint mir das einzige neue Problem der kurze Abschnitt im Bereich Gedaref zu sein.
Wenn Du belastbarere Aussagen haben möchtest, solltest Du Dich per Mail oder Telefon an die jeweilige Deutsche Botschaft wenden und Dein Vorhaben konkret schildern. Man wird dann zwar nach wie vor auf die Reisehinweise verweisen und Dir nicht generell einfach zu zu- oder abraten, aber zwischen den Zeilen kannst Du sehr wohl eine Einschätzung des Mitarbeiters finden.
Viel wertvoller sind meines Erachtens jedoch Berichte von Leuten die dort kürzlich unterwegs waren. Guter Ausgangspunkt: Thorntree-Forum auf der LP-Homepage. Liest man sich diese kritisch durch, ergibt sich daraus meist ein wesentlich vielseitigeres Bild, insbesondere bezogen auf die eigene Reisesituation.
Entscheidest Du Dich für Westafrika, erscheinen mir die bisher gegebenen Hinweise zu kurz gesprungen, weil Du noch lange nicht in Kapstadt bist wenn Du Mauretanien mal hinter Dir hast. Dann liegen ja noch ein paar weitere "Problemkandidaten" dazwischen, z.B. Nigeria oder Kongo.
Aufgrund der Gegebenheiten musst Du ohnehin entweder Sudan oder Kongo durchqueren, um weiter nach Süden zu kommen.
Wie auch immer Du Dich entscheidest, auf Grund der Nadelöhre Assuan - Wadi Halfa und Südsahara - Mauretanien wirst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit andere treffen, die Dir entgegenkommen und kannst Deine Entscheidung bis zur letzten Minute aktuellen Infos anpassen und immer wieder überdenken. Im schlechteren Fall bedeutet dies natürlich auch, dass Du vor einer Sackgasse stehst. Das kann aber immer mal passieren und sollte Dich nicht davon abhalten, loszufahren.
Grüße
zaher