Posted by: zulukurt
Yunnan/Sichuan/Kham: aktuelle Infos - 06/05/11 08:10 PM
Hallo,
ich bin gerade aus China zurück und bringe hier ein paar Infos zu Straßen und Pisten unserer Route (Lijiang - Shigu - Weixi - Deqin/Deqen - Benzilan - Derong - Xiangcheng - Litang - Tagong - Bamei - Danba - Wolong)
Lijiang bis zur 214: Straße gut, rel. viel Verkehr (viele LKW u. Busse)
Von der 214 über Shigu bis Judian: guter Aspahlt, deutlich weniger Vekehr
Nebenstrecke von Judian nach Weixi: 30km kleine gute Aspahltstraße dann längere Zeit Feldweg und dann mittelprächtige Piste
Für alle, die es ebensowenig mitbekommen haben wir wir: Zwischen Weixi und Deqin ist das ganze Mekongtal hoch eine einzige Baustelle. Über 200km sind gleichzeitig im Bau, alle geschätzten 100 Brücken befinden sich etwa im gleichen Baustadium. In einigen Abschnitten fährt man mehrere Kilometer über vom Bagger notdürftig planierte Felsbrocken, oft muss man sich zwischen den schweren Baumaschinen durchschlängeln. Zu Beginn hinter Weixi kann man noch recht gut auf das westliche Flußufer ausweichen, was dann aber immer schwieriger und später meist unmöglich wird. Teilweise fährt man zwar noch auf der alten Straße, doch die ist durch den Baustellenverkehr so mitgenommen, daß sie meist kaum besser als die Baustelle selbst ist. Die letzten 50km nach Deqin verläuft die alte Straße dann zum Glück weit von der Baustelle und ist in gutem Zustand. Grundsätzlich ist die gesamte Baustellenstrecke nur an 2 oder 3 Tagen in der Wochen für den normalen Verkehr geöffnet, wir durften zum Glück, mal nach Diskussion und Wartezeit, immer passieren. Wartezeiten wegen Sprengungen oder Baggerarbeiten oberhalb der Strasse hielten sich zum Glück im Rahmen. Kleinerer Steinschlag bzw. Geriesel gehörten alllerdings zum Alltag.
Deqin nach Feilai Si: Topstraße
Deqin nach Benzilan: Auf den ersten Kilometern sind die Bauarbeiten recht weit fortgeschritten, so daß man auf dem gewalzten Sotter ziemlich gut fahren kann. Dort wo die eigentliche Kletterei zum ersten Pass beginnt, gibt es eine Handvoll ruppige Baustellenkilometer, doch die letzten Kilometer zum Pass und die gesamte Strecke zwischen den 3 Pässen fährt man auf der intakten alten Straße.(Wollen die eigentlich den geamten Abschnitt der 3 Pässe untertunneln? Sah für mich so aus.) Auf der langen Abfahrt nach Benzilan (über 2000 Höhenmeter) wechseln rel. gute Stücke der alten Strasse mit Baustellenstücken.
Benzilan - Derong: super Strasse (1-2 km Schotter in Bergrutschpassage)
Derong - Xiancheng: erst weiter ca. 20km gute Strasse, wird sind dann möglicherweise zu früh abgebogen und hatten dann eine (sehr schöne) Strecke von ca. 30km die zwischen mäßiger Piste und Feldweg schwankte, bevor wir wieder auf Asphalt bis Xiangcheng kamen.
Dann gute Strasse bis Litang, auf einem 4700m hohen Pass gab es noch mal ein paar Pistenkilometer. Nördlich von Sangdui hinter dem Kloster gibt es am Fluß super schöne Stellen zum Campen (für uns war es leider noch viel zu früh).
Von Litang bis zur Abzweigung nach Tagong haben wir aus Zeitgründen den Bus genommen und waren im nachhinein nicht traurig darüber, denn die Piste war recht traurigem Zustand und der Verkehr nach unserem Verständniss recht hoch, inklusive Kolonnen von über 100 Militär-LKW Richtung Tibet.
Von der Abzweigung über Tagong nach Bamei: sehr gute Betonstrasse
Bamei - Danba: erst ordentliche Piste, viel kleinere Baustellen, besonders direkt hinter dem Pass, dann guter Asphalt nach Danba(weiter kleinere Baustellen)
Danba - Xiaojin - Rilong - Wolong: guter Asphalt. Hinter Wolong dann hefige Baustellen (inklusive düsterer "Schlaglochpistentunnel") (Erdbebenfolgen)Und wer vom Parkausgang (die Pandas sind z.Z. umgesiedelt)weiter Richtung Chengdu fahren will, sollte m.E. in bezug auf Verkehr hartgesotten sein.
Wer übrigens auf Reisen mal das RTF- Feeling sucht, muß nur auf der 318 in Richtung Lhasa fahren. Aus dem Bus heraus haben wir gut 50 chin. Radler an einem Tag gezählt. Auf der 214 sind auch einige unterwegs, wenn auch deutlich weniger.
So weit erst mal. Vielleicht gibt es ja später noch einen richtigen Reisebericht, aber der Tansania-Mosambik-Bericht vom letzten Jahr steckt ja auch noch in der Röhre.
Gruß
Jörg
ich bin gerade aus China zurück und bringe hier ein paar Infos zu Straßen und Pisten unserer Route (Lijiang - Shigu - Weixi - Deqin/Deqen - Benzilan - Derong - Xiangcheng - Litang - Tagong - Bamei - Danba - Wolong)
Lijiang bis zur 214: Straße gut, rel. viel Verkehr (viele LKW u. Busse)
Von der 214 über Shigu bis Judian: guter Aspahlt, deutlich weniger Vekehr
Nebenstrecke von Judian nach Weixi: 30km kleine gute Aspahltstraße dann längere Zeit Feldweg und dann mittelprächtige Piste
Für alle, die es ebensowenig mitbekommen haben wir wir: Zwischen Weixi und Deqin ist das ganze Mekongtal hoch eine einzige Baustelle. Über 200km sind gleichzeitig im Bau, alle geschätzten 100 Brücken befinden sich etwa im gleichen Baustadium. In einigen Abschnitten fährt man mehrere Kilometer über vom Bagger notdürftig planierte Felsbrocken, oft muss man sich zwischen den schweren Baumaschinen durchschlängeln. Zu Beginn hinter Weixi kann man noch recht gut auf das westliche Flußufer ausweichen, was dann aber immer schwieriger und später meist unmöglich wird. Teilweise fährt man zwar noch auf der alten Straße, doch die ist durch den Baustellenverkehr so mitgenommen, daß sie meist kaum besser als die Baustelle selbst ist. Die letzten 50km nach Deqin verläuft die alte Straße dann zum Glück weit von der Baustelle und ist in gutem Zustand. Grundsätzlich ist die gesamte Baustellenstrecke nur an 2 oder 3 Tagen in der Wochen für den normalen Verkehr geöffnet, wir durften zum Glück, mal nach Diskussion und Wartezeit, immer passieren. Wartezeiten wegen Sprengungen oder Baggerarbeiten oberhalb der Strasse hielten sich zum Glück im Rahmen. Kleinerer Steinschlag bzw. Geriesel gehörten alllerdings zum Alltag.
Deqin nach Feilai Si: Topstraße
Deqin nach Benzilan: Auf den ersten Kilometern sind die Bauarbeiten recht weit fortgeschritten, so daß man auf dem gewalzten Sotter ziemlich gut fahren kann. Dort wo die eigentliche Kletterei zum ersten Pass beginnt, gibt es eine Handvoll ruppige Baustellenkilometer, doch die letzten Kilometer zum Pass und die gesamte Strecke zwischen den 3 Pässen fährt man auf der intakten alten Straße.(Wollen die eigentlich den geamten Abschnitt der 3 Pässe untertunneln? Sah für mich so aus.) Auf der langen Abfahrt nach Benzilan (über 2000 Höhenmeter) wechseln rel. gute Stücke der alten Strasse mit Baustellenstücken.
Benzilan - Derong: super Strasse (1-2 km Schotter in Bergrutschpassage)
Derong - Xiancheng: erst weiter ca. 20km gute Strasse, wird sind dann möglicherweise zu früh abgebogen und hatten dann eine (sehr schöne) Strecke von ca. 30km die zwischen mäßiger Piste und Feldweg schwankte, bevor wir wieder auf Asphalt bis Xiangcheng kamen.
Dann gute Strasse bis Litang, auf einem 4700m hohen Pass gab es noch mal ein paar Pistenkilometer. Nördlich von Sangdui hinter dem Kloster gibt es am Fluß super schöne Stellen zum Campen (für uns war es leider noch viel zu früh).
Von Litang bis zur Abzweigung nach Tagong haben wir aus Zeitgründen den Bus genommen und waren im nachhinein nicht traurig darüber, denn die Piste war recht traurigem Zustand und der Verkehr nach unserem Verständniss recht hoch, inklusive Kolonnen von über 100 Militär-LKW Richtung Tibet.
Von der Abzweigung über Tagong nach Bamei: sehr gute Betonstrasse
Bamei - Danba: erst ordentliche Piste, viel kleinere Baustellen, besonders direkt hinter dem Pass, dann guter Asphalt nach Danba(weiter kleinere Baustellen)
Danba - Xiaojin - Rilong - Wolong: guter Asphalt. Hinter Wolong dann hefige Baustellen (inklusive düsterer "Schlaglochpistentunnel") (Erdbebenfolgen)Und wer vom Parkausgang (die Pandas sind z.Z. umgesiedelt)weiter Richtung Chengdu fahren will, sollte m.E. in bezug auf Verkehr hartgesotten sein.
Wer übrigens auf Reisen mal das RTF- Feeling sucht, muß nur auf der 318 in Richtung Lhasa fahren. Aus dem Bus heraus haben wir gut 50 chin. Radler an einem Tag gezählt. Auf der 214 sind auch einige unterwegs, wenn auch deutlich weniger.
So weit erst mal. Vielleicht gibt es ja später noch einen richtigen Reisebericht, aber der Tansania-Mosambik-Bericht vom letzten Jahr steckt ja auch noch in der Röhre.
Gruß
Jörg