Re: Großglockner - Maut für RadfahrerInnen

Posted by: Anonymous

Re: Großglockner - Maut für RadfahrerInnen - 02/07/11 07:50 PM

In Antwort auf: vgXhc
Nur als Nachfrage an dich, Matthias und die anderen strikten Fahrradmautgegner: Wärt ihr dafür, auch die Automaut auf dieser Strecke abzuschaffen?

Das ist eine ernstgemeinte Frage. In der Diskussion werden meines Erachtens zwei verschiedene Argumente miteinander vermengt:

Argument 1: Fahrräder verursachen wenig/keine Kosten und/oder sind wegen ihrer Umweltfreundlichkeit bevorzugt zu behandeln.

Argument 2: Die Strecke ist ein normaler Verkehrsweg und sollte deswegen mautfrei sein.

Wenn man Argument 2 ernst nimmt, muss man auch die Automaut kritisieren. (Wenn man haarspalterisch sein will, könnte man natürlich argumentieren, dass Radverkehr deutlich umwegempfindlicher ist als der MIV; folglich wäre die Straße für den Radverkehr als direkteste Verbindung mautfrei zu halten, während man dem Autoverkehr eine andere Strecke oder die Maut zumuten kann. Das finde ich aber nicht sonderlich plausibel.)

Gruß,
Harald.


Zu 1: Selbstverständlich verursacht auch der Radverkehr Kosten. Auch der Radfahrer fährt auf dem Asfalt. Auch für den Radfahrer wird Schnee geräumt. Und auch für den Radfahrer werden die Beschädigungen ausgebessert,die zum allergrößten Teil auf Grund der Witterungsbedingungen entstehen. Schwerverkehr, der sonstige Hauptverursacher, existiert hier ja nicht. Täte man das nicht hätte man sehr bald eine Piste, die erst ab Juli/August und dann auch nur noch von MTB's befahren werden könnte. Dürfte für alle, die bevorzugt auf der Straße fahren, ein Nogo sein. Das Argument "Umweltfreundlichkeit" zieht hier nicht, denn der sensiblen Bergwelt ginge es ohne den Menschen besser, und ein "Muss" ist das Fahren auf dieser Straße ja nicht - man kann mit dem Rad genauso wie mit dem Auto z.B. auf den Zug zurück greifen. Wobei dann das Geschrei wieder los geht wegen Platz und Preis, weil ja mit dem Rad immer und überall und in jeder beliebigen Gruppengröße möglichst zum Nulltarif gefahren werden soll, während der Autofahrer einen Tarif bezahlt, der kostendeckend ist (und ein Rad benötigt nun einmal annähernd so viel Platz wie ein Sitzplatz).

Zu 2: Damit würde sich zumindest das Rad fahren auf der Straße erübrigen, da der Verkehr doch sprunghaft zunehmen würde.

Übrigens gibt es hier in AT jede Menge kleinere, schönere und (in Summe) nicht minder anspruchsvolle Straße und Pässe - völlig kostenfrei und mit viel weniger Autoverkehr.