Posted by: redfalo
Re: USA: coast 2 coast, Nevada und Utah - 03/17/09 04:47 PM
Hallo Andreas,
du hast in Sachen Temperaturen Recht. Je heftiger du in den Sommer reinkommst, desto brütender wird es wohl in den Plains. Bei uns ging es mit der Hitze, wir waren glaube ich Anfang Juni in Kansas - ich erinnere mich, dass uns 1x Leute gratulierten, dass wir jetzt dort sind und nicht - wie die meisten Radfahrer - 4 Wochen später. Ist aber auch immer Glücksache, im Mai kann es im Osten auch heftig regnen, wie ich aus anderen Reiseberichten weiß (bei uns war es bis auf einige halbe Regentage ein Thema). Ich meine mich zu erinnern, irgendwo gelesen zu haben, dass der beste Startzeitpunkt für West-Ost-Touren August ist. Dann ist es in den Rockies erträgtlich, und wenn du in den Plains bist, ist der Hochsommer schon vorbei. (würde ich aber bei ACA oder in US-Foren nochmal verifizieren)
Wir haben uns aus zwei Gründen für die Ost-West-Richtung entschieden: erstens folgst du den historischen Spuren, und zweitens (im nachhinein wäre es der wichtigere Punkt) steigert sich die Landschaft im Laufe der Zeit. Der Osten ist zwar auch schön, aber längst nicht so imposant wie die Rockies.
Um den Wind ranken sich viele Mythen und Legenden. Es gibt Leute die sagen, von West nach Ost gibt es weniger Gegenwind, andere sagen, dass ist Quatsch. Es ist auf jeden Fall NICHT so wie an der Westküste, wo ja tasächlich aus Norden fast immer ein heftiger Wind bläst und man am Pazifik wirklich tunlichst in Nord-Süd-Richtung fahren sollte.
Wir hatten auf unserer Tour jede Form von Wind. Super-Rückenwind, wo wir 2 Tagesetappen an einem Tag gefahren sind (in Kansas) , heftigsten Gegenwind (in Wyoming) und - besonders lästig - starken Seitenwind in Kansas, der eine ältere Belgierin, mit der wir ein paar Tage gemeinsam gefahren sind, umgeweht hat.
Ich an deiner Stelle würde es glaube ich so machen: Anfang Mai in South Carolina bei deinen Freunden starten und dann quer nach Nord-Westen radeln, um irgendwo in Kentucky auf den TransAm zu stoßen. Dem dann bis Pueblo folgen, dann weiter auf dem Western Express. Du kannst ziemlich sicher sein, auf dem TransAm früher oder später andere Cross-Country-Biker zu treffen, mit denen man mal einen halben Tag oder im Zweifel auch länger zusammen radeln kann. Andererseits ist die Sorge, die ich im Vorfeld hatte, dass der TranAm zu überlaufen ist, Quatsch. Wenn du am Tag 2 oder 3 andere Radler triffst, ist das viel. Und wenn einem Leute auf den Geist gehen, braucht nur morgens eine halbe Stunde eher oder später zu starten. Ich fand das mit anderen Radlern, die man im Laufe der Wochen immer wieder mal trifft und dann wieder aus dem Auge verliert, sehr nett und ungezwungen. Wenn man alleine fährt, ist das wohl noch wichtiger... (Wenn du die TransAm-Variante erwägen willst, sagt in den nächsten Tagen Bescheid, dann schicke ich dir die Karten auch gleich mit)
Schöne Grüße und viel Vorfreude wünscht
Olaf
du hast in Sachen Temperaturen Recht. Je heftiger du in den Sommer reinkommst, desto brütender wird es wohl in den Plains. Bei uns ging es mit der Hitze, wir waren glaube ich Anfang Juni in Kansas - ich erinnere mich, dass uns 1x Leute gratulierten, dass wir jetzt dort sind und nicht - wie die meisten Radfahrer - 4 Wochen später. Ist aber auch immer Glücksache, im Mai kann es im Osten auch heftig regnen, wie ich aus anderen Reiseberichten weiß (bei uns war es bis auf einige halbe Regentage ein Thema). Ich meine mich zu erinnern, irgendwo gelesen zu haben, dass der beste Startzeitpunkt für West-Ost-Touren August ist. Dann ist es in den Rockies erträgtlich, und wenn du in den Plains bist, ist der Hochsommer schon vorbei. (würde ich aber bei ACA oder in US-Foren nochmal verifizieren)
Wir haben uns aus zwei Gründen für die Ost-West-Richtung entschieden: erstens folgst du den historischen Spuren, und zweitens (im nachhinein wäre es der wichtigere Punkt) steigert sich die Landschaft im Laufe der Zeit. Der Osten ist zwar auch schön, aber längst nicht so imposant wie die Rockies.
Um den Wind ranken sich viele Mythen und Legenden. Es gibt Leute die sagen, von West nach Ost gibt es weniger Gegenwind, andere sagen, dass ist Quatsch. Es ist auf jeden Fall NICHT so wie an der Westküste, wo ja tasächlich aus Norden fast immer ein heftiger Wind bläst und man am Pazifik wirklich tunlichst in Nord-Süd-Richtung fahren sollte.
Wir hatten auf unserer Tour jede Form von Wind. Super-Rückenwind, wo wir 2 Tagesetappen an einem Tag gefahren sind (in Kansas) , heftigsten Gegenwind (in Wyoming) und - besonders lästig - starken Seitenwind in Kansas, der eine ältere Belgierin, mit der wir ein paar Tage gemeinsam gefahren sind, umgeweht hat.
Ich an deiner Stelle würde es glaube ich so machen: Anfang Mai in South Carolina bei deinen Freunden starten und dann quer nach Nord-Westen radeln, um irgendwo in Kentucky auf den TransAm zu stoßen. Dem dann bis Pueblo folgen, dann weiter auf dem Western Express. Du kannst ziemlich sicher sein, auf dem TransAm früher oder später andere Cross-Country-Biker zu treffen, mit denen man mal einen halben Tag oder im Zweifel auch länger zusammen radeln kann. Andererseits ist die Sorge, die ich im Vorfeld hatte, dass der TranAm zu überlaufen ist, Quatsch. Wenn du am Tag 2 oder 3 andere Radler triffst, ist das viel. Und wenn einem Leute auf den Geist gehen, braucht nur morgens eine halbe Stunde eher oder später zu starten. Ich fand das mit anderen Radlern, die man im Laufe der Wochen immer wieder mal trifft und dann wieder aus dem Auge verliert, sehr nett und ungezwungen. Wenn man alleine fährt, ist das wohl noch wichtiger... (Wenn du die TransAm-Variante erwägen willst, sagt in den nächsten Tagen Bescheid, dann schicke ich dir die Karten auch gleich mit)
Schöne Grüße und viel Vorfreude wünscht
Olaf