Re: noch ein paar Fragen zu Irland

Posted by: Peter Lpz

Re: noch ein paar Fragen zu Irland - 11/19/07 06:28 PM

Hallo Rennrädle,

dieselbe Idee hatte ich auch und habe es letztes Jahr ziemlich genau so gemacht. Die Zugfahrt war sehr schön, allerdings auch sehr teuer. Eine Busfahrt kommt Dich erheblich billiger. Der Wind kommt immer aus der falschen Richtung, es ist m. E. kein Grund, deshalb die Route umzukehren. Zeltplätze sind mit dem steigenden Wohlstand in Eierländ ziemlich rar geworden. Meine Karte wies in Cork zwei aus, es gibt garantiert keinen mehr! Auch andere Zeltplätze sind verschwunden. Hostels sind rel. preiswert, häufig und meist recht gut. Ein Verzeichnis privater Unterkünfte brauchst Du sicher nicht, es gibt ein unglaubliches Überangebot - allerdings zu enormen Preisen, trotz des Widerspruchs. Bei den Hostels macht nach meinen Erfahrungen jeder Hostelbetreiber was er will. Es gibt wohl kein vernünftiges, flächendeckendes Verzeichnis.

Berge sind nie besonders hoch, dafür oft recht steil. 20 % sind nicht selten. Der höchste Berg in Irland ist 1.030m hoch, Passstraßen erreichen max. 500 - 600m, ein Höhenprofil ist m. E. entbehrlich.

Besonders gefallen hat mir der Ring of Kerry (von Portmagee unbedingt zum "Skellig Michael" schippern! Es lohnt sich sehr, auch wenn man bei hohem Seegang über die Reeling reihert!), The Burren, Connemara und die Antrim Coast. Die Städte Derry und Belfast sind jetzt gefahrlos zu betreten und hochinteressant! Man erfährt einiges über den Nordirlandkonflikt, der von mir maßlos unterschätzt wurde. Wir sind von Belfast per Bus zurück nach Dublin gefahren, hatten 4 Wochen Zeit. Wir haben uns Zeit genommen u. a. für zwei Bergbesteigungen, ein Tag Skellig Michael, zwei Tage Derry, zwei Tage Belfast und drei Tage Dublin. Für Dublin reicht ein Tag! Folglich wäre das auch in 3 Wochen machbar, ggf. mit einer Busetappe.

Negativ sind mir aufgefallen: schlechte Beschilderung, schlechtes Kartenmaterial, ungeheures Verkehrsaufkommen in Städten und auf Hauptstraßen, plan- und ziellose Zersiedelung der Ortschaften, viel Regenwetter - soll aber nicht immer so sein, sehr hohe Preise

positiv waren für mich die sehr freundlichen Leute, herrliche Atmosphäre in den Pubs mit live Musik, traumhafte Moor- und Berglandschaften, man kann den Torfstechern noch bei der Arbeit zusehen, viele alte Friedhöfe und Kirchen, Das Essen ist erheblich besser als sein Ruf.

Ich hoffe es hilft ein wenig

Gruß vom Peter