Re: Von Dortmund nach Italien (Rundfahrt)

Posted by: NerdOnTour

Re: Von Dortmund nach Italien (Rundfahrt) - 05/31/24 05:54 PM

In Antwort auf: Gerhardt
Von Verona führe ich nach Peschiera del Garda. Von dort auf dem Mincio-Radweg nach Mantova und weiter nach Süden. Man könnte Bresciello (Don Camillo und Peppone Museum) einbauen. In Suzzara biegt man nach Osten ab und fährt nach Poggio Rusco oder Mirandola.

Südlich Poggio Rusco beginnt ein Bahntrassenradweg, der bis Höhe Flughafen Bologna führt. Der weitere Weg in die Innenstadt Bolognas ist ausgeschildert.

Es gibt einen Bahntrassenweg Spoleto - Norcia. Diesem kannst Du bis Sant Anatolia folgen. Dieser Bahntrassenradweg ist der spektakulärste, den ich kenne. Zahlreiche Brücken und Kehrtunnel. Der Scheiteltunnel ist 1,9 Kilometer lang. Die gesamte Strecke ist gescheitert, kein Tunnel ist beleuchtet.

Hallo Gerd,

danke für die tollen Tipps, ich werde deine Empfehlungen in meinen Rückweg einbauen.

Also: Arrone > Sant Anatolia > Bahntrassenweg Spoleto - Norcia > Modena > Sant Agata Bolognese > Mirandola > Mantova > Mincio-Radweg > Germany.



In Antwort auf: Juergen
Moin, ich empfehle dir alle Varianten der Via Francigena.

Hallo Jürgen,

super, genau sowas habe ich gesucht, schöne Strecken ohne viel Verkehr.
Ich habe jetzt einfach einen Teil dieser Route übernommen: Pilgern mit dem Fahrrad – auf der Via Francigena von den Alpen nach Rom

Einsteigen werde ich auf diese Route am Fluss Po bei Piacenza.

Also: Dortmund > München > Brenner > Gardasee > Limone > Piacenza > Via Francigena > Rom.



In Antwort auf: Rennrädle
Modena (wegen Masserati und Musée automobile PANINI )- Sant Agata Bolognese (wegen Lamborghini)
In Antwort auf: Rennrädle
Den Via Francigena sind wir auch teils gefolgt, allerdings ist der teils sehr ruppig zu fahren.

Hallo Rennrädle,

danke, bei den Museen werde ich auf jeden Fall vorbei schauen und ggf. auch eine Werkstour buchen.
Da ich mit dem MTB unterwegs bin bevorzuge ich ruppige Wege abseits asphaltierter Straßen, so entgehe ich dem Verkehr und bin etwas mehr für mich alleine.



In Antwort auf: veloträumer
In zwei Monaten hast du eigentlich Zeit, ausreichend Binnen- mit Küstenland zu verbinden. Eine sture Umrundung wird deine anderen Erwartungen nicht erfüllen. Zwar sind nicht alle Küstenstreifen touristisch überfüllt oder dicht besiedelt, aber viele. Italien bzw. die Römer waren eine alte Seefahrernation und viele der bedeutendsten Stadtgründung sind daher Seehäfen, heute größte Städte des Landes. Blick auf die Karte hilft!

Das Straßennetz in Italien ist sehr verzweigt über den Apennin mit entsprechend auch gering befahrenen Straßen. Hilfreich ist der Blick auf Natur- und Nationalparks, dicht besiedelte Regionen und Transitachsen kann man mit Kartenstudium weitgehend vermeiden. Flach ist dann selten, sehr steile Rampen sind aber auch nicht so verbreitet. Es gibt auch ruhige Routen mit flacherem Profil im Binnenland (etwa nahe der Autobahntrassen), du wirst dann aber kaum die aufregendsten Landschaften finden.

Flachstrände ziehen meistens eine gewisse abschreckende Strandkultur nach sich, Felsenküsten sind attrakiver, aber nicht immer leicht zugänglich, auch nicht immer einsam (Cinque Terre, Amalfi usw.). Ich würde auch raten, einige Sachen trotzdem mit einzubauen, die touristisch stärker besucht werden. Eine Amalfi-Küste ist es trotzdem wert gesehen zu werden und dafür könnte man ganze Listen anfertigen. Entscheidend ist eher, eine rechte Balance zu finden und nicht jede Großstadt und jeden Hotspot einzubauen, aber auch mal. Italien ohne Leben und etwas Lärm ist eben auch nicht Italien.

Weil ich von einer schlichten Umrundung nichts halte, spielt auch die Richtung keine Rolle. Fährst du eine Hin- und Rückroute, kommt es ggf. zu einigen Kreuzungspunkten. Winde kannst du eher vergessen, Küstenwinde verhalten sich eh etwas anders als man denkt und im Bergland spielen Winde kaum ein Rolle. Wenn du im Sommer fährst, sind die niedere Gebiete an Küste oder im Binneland sehr heiß, über den waldreichen, bergigen Apennin mit stetem Brunnewasser kannst du dich bei guter Streckenwahl bis zum Stiefelabsatz freuen.

Kriminalität spielt aus Radreisesicht eher keine Rolle, die schwierigsten Konflikte sind untouristisch und ein Problem für die Einwohner bestimmter Städte und Regionen. Der Diebstahlkriminalität entzieht man sich eher wie in allen Ländern und meidet soziale Brennpunkte, möglichst ländlich einkaufen gehen, direkt auf Märkten usw. Campingplätze großer Städte meiden, wenngleich es bei einer schlichten Nacht auch keine Rolle spielt. Im Binnenland gibt es zuweilen wenig Cmapings jenseits der Alpen. Auch hier spielen wieder Naturparks eine Rolle. Meine Hotelerfahrungen sind ein bisschen veraltet, die aktuellen Preisentwicklungen kenne ich nicht. Ländlich bekommt man manchmal einfache Gasthäuser, manche sind günstig, andere verlangen auch mal mehr als geboten wird. Besonders im Süden lohnt Einheimische zu fragen, die helfen dir gerne auf andere Weise als du es von hier kennst - keine Scheu haben.

Grundlegende Inspirationen kannst du aus meiner Itlaienreise vom Bodensee zum Ätna ziehen: Giro d’Italia 2006-0: Eine große Italienreise mit Vulkanfeuer

Hallo Veloträumer,

das hilft mir schon mal sehr weiter, die Fragen aus meinem Eingangspost sind somit ausführlich beantwortet, top danke.



Damit habe ich jetzt 3500Km Tour zusammen, so etwa 1000-1500Km möchte ich gerne noch drann hängen.
Die Touren von @Rennrädle und @Veloträumer sind hinter Neapel an der Küste entlang verlaufen, würde sich das anbieten? Und dann ggf. nach Matera und den EV5 zurück?

Lieben Dank
Nerdy