Re: [CZ -A] Ein Kaiserschmarrn kommt selten allein

Posted by: fabianovic

Re: [CZ -A] Ein Kaiserschmarrn kommt selten allein - 01/22/24 03:29 PM

Hallo Jürgen,
jetzt komme ich auch mal dazu mir deine neueste Routenplanung anzuschauen. Zu Teil eins kann ich dir einiges sagen, da ich die Gegend schon des öfteren mit dem Rad bereist habe.
Wie der Bahnhof in Eger in Bezug auf Aufzüge beschaffen ist weiß ich nicht, aber das Gebäude ist ein sehr schöner 60iger-Jahre-Bau (sehe gerade ist 1970 gebaut worden).
Ich empfehle die aber deine Tour etwas früher zu beginnen, z.B. in Marktleuthen (da gibts auch einen Bahnhof) und dann noch ein Stück das sehr hübschde Egertal entlang zu fahren.
Bei Hohenberg würde ich dann nach Liba hochfahren und von dort weiter Richtung Cheb radeln.
Cheb ist eine sehr schöne Böhmische Stadt. Ich empfehle dort die Penzion Papirna (papirnacheb.cz) und das Restaurace U Krále Jiřího (www.ukralejiriho.cz). Eine sehr gemütliche und bei den Einheimischen beliebte Kneipe mit Restaurant. Bei meinem letzten Aufenthalt hatte das Resturant leider, wohl wegen Corona, zu. Die Kneipe war aber offen. Das übrige gastronomische Angebot in Cheb war nicht so dolle.
Der Eger-Radweg nach Karlsbad ist sehr schön. Mittagessen dann im wunderhübschen Loket. Die Strecke von dort weiter nach Karlsbad ist richtig toll.
Das alte Kurviertel in Karlsbad fand ich auch sehr lohnenswert.
Von Karlsbad bin ich auf einer sehr schönen Strecke hinüber nach Schwarzenberg geradelt. Schwarzenberg ist historisch ein interessanter Ort, da nach dem zweiten Weltkrieg für kurze Zeit die Republik Schwarzenberg existierte. Der Besuch der gleichnamigen Kneipe lohnt allemal.
Ab Krasny Les kenne ich deine Route dann wieder. Ich bin dann über Tisa und Snecznik nach Decin gefahren. Schöne Strecke und in Snecznik hatte ich eine hübsche und günstige Unterkunft in einem Umgebindehaus, die von einem etwas verfreakten aber angenehmen Tschechen geführt wurde (Guest House Sněžník). Kostete 2019 26€ das EZ mit Frühstück.
Die Elbe hoch fand ich Litomerice sehenswert (Theresienstadt haben wir uns gespart).
Wir waren damals von Prag bis Melnik mit dem Zug gefahren. Von dort die Elbe entlang zu radeln fand ich sehr entspannt und ländlich. Da haben wir irgendwo auf dem Dorf am Wegesrand die leckersten Aprikosen gekauft, die ich jemals gegessen habe.
Prag muß bei dir ja aus historischen Gründen sein. Ich fand es zuletzt auch eher gruselig, was die Touristenscharen angeht. Hatten wir neulich ja schon drüber gesprochen.
Dass der Moldauradweg kein klassischer Flussradweg ist, wurde hier ja schon erwähnt. Ist mir damals ganz ordentlich in die Beine gegangen und irgendwo hab ich auch mal ein Stück den Zug genommen.
Ich bin damals über Budweis und Cesky Krumlov gefahren. Budweis lohnt sich und Cesky Krumlov ist ein Muss. Du könntest von dort hoch zum Lipno-Stausee fahren und weiter hoch zum Schwemmkanal und dann durchs Mühlviertel hinunter an die Donau.
Der Schwemmkanal ist jetzt nicht so spektakulär, fand es aber trotzdem toll mir dieses 8. Weltwunder anzuschauen und entlang zu radeln.Ich bin dann über Rohrbach und Hühnergeschrei runter nach Obermühl an der Donau gesaust. Dann nimmst du Richtung Linz noch einen der schönsten Donauabschnitte mit.
Dahinter kenne ich mich nicht mehr aus mit deiner Route.
Liebe Grüße
Fabian