Posted by: Hansflo
Re: September: Spanien oder Südfankreich? - 07/04/23 08:17 PM
In Antwort auf: irg
Spanien finde ich fast interessanter. Speziell die Extremadura dürfte mir als Landschaft liegen, die kenne ich aber eigentlich gar nicht. Die Infrastruktur ist eher überschaubar, soweit ich das überblicke, dafür dürfte es Radeln vom Feinsten geben. Bei meiner letzten Tour waren die Spanier auch sehr rücksichtsvoll auf der Straße. Wie heiß es um diese Zeit noch sein kann, weiß ich nicht.
Servus Georg,
ich bin ja auf meiner Jakobswegtour in der zweiten Aprilhälfte auch durch die Extremadura geradelt; von Süd nach Nord ganz durch, aber ohne seitliche Abstecher. Sehr viel kann ich daher nicht berichten, aber ein paar Eindrücke haben wir doch bekommen:
Die Extremadura trägt das Wesentliche wohl bereits im Namen: extrem und hart. Ich schätze, im September kann es noch heißer sein als es für ein angenehmes Radeln zuträglich ist. Das Land ist sehr dünn besiedelt, die Ortschaften und Städte liegen weit auseinander. Das können rasch einmal zwei oder drei Dutzend Kilometer sein, bis du wieder irgendwo ein Getränk bekommst oder eine Einkaufsmöglichkeit hast. Abseits der Hauptverkehrsverbindungen gibt es nur wenig Asphaltstraßen, wie es generell ein sehr locker gestricktes Straßennetz gibt. Den motorisierten Verkehr haben wir sehr rücksichtsvoll erlebt, was wohl auch der sehr geringen Verkehrsdichte geschuldet war. Wir waren allerdings auf der Süd-Nord-Achse unterwegs, wo es ein parallel geführte Autobahn gibt, die seit kurzem mautfrei ist und daher den Verkehr dort bündelt.
Radeln vom Feinsten, wie du es beschreibst: ja, sicher, aber auf einem sehr grobmaschigen Straßennetz, namentlich, wenn du auf Asphalt radeln willst.
Herzliche Grüße, Hans