Posted by: veloträumer
Re: Glockner von Süden - 01/31/17 01:17 PM
In Antwort auf: StephanBehrendt
In Antwort auf: veloträumer
Hast du dafür Beispiele?
Ja schon, und darüberhinaus. Wohlbekannt.

In Antwort auf: veloträumer
Die jüngeren Militärstraßen der Alpen sind durchaus auch happig mit Steigungsspitzen auf über 10 %, auch wenn sie aufgrund der Höhenverläufe entlang der Kämme mit Auf und Ab niedrige Durchschnittswerte und zuweilen auch mal flache Erholungspassagen haben.
Da muss man auch erstmal rauf kommen, über die klassischen Pässe oder eigene Auffahrten, und da erreichen die Spitzen durchaus auch deutlich mehr als 10 %, z.B. der westliche Aufstieg LGKS von Tende (nicht Tende-Pass) ist superhart (geschätzte "reale" 13-14 % in den Steigungsspitzen), teils unten noch auf Asphalt.
Nach weiteren Recherchen gab es aber durchaus bereits früher ein Netz von Militärstraßen in diesem Alpenraum. Allerdings stehen dazu wohl nur noch einige Festungen (die kenne ich eher nur an den klassischen Passstraßen), weniger die alten Wege (das war meine Frage) oder sie sind kompatibel mit den heutigen Pässen und Straßen, die gleichwohl früher neben Handelswegen auch Militärfunktion hatten. Die flacheren Kammrouten folgen der natürlichen Topografie der typischen alpinen Höhenplateaus und sind deswegen nur oben vermeintlich flacher. Die Militärstraßen dienten ja aus strategischen Gründen in der baumlosen Höhe der Talüberwachung und Grenzsicherung. Die Leiden bei den Transporten konnte man so nicht unbedingt mildern, deswegen auch mein Hinweis auf den Großen St. Bernard mit der Dokumentation zum Napoleon-Zug entlang der Strecke. Mulis mussten früher eher größere Steigungsspitzen wegstecken als heute die Radler, weil es weniger geglättete Wegoberflächen gab, sogar stufige Wege.