Posted by: veloträumer
Re: Radurlaub in Spanien bevorzugt Aragon - 03/21/16 02:01 PM
Hallo,
Martin hat euch bereits etliche Tipps gegeben. Ich versuche Wiederholungen zu vermeiden. Die Täler nach Norden zum Pyrenäenkamm wie z.B. Hecho oder Ansò sind Stichtäler, es gibt zuweilen Verbindungen auch halber Strecke der Täler, z.B. auch vom Hecho-Tal zum Tal zum Somport-Pass. U.a. dort ein kleines Zentrum für MTB-Touren, Aísa - ein echter Geheimtipp in den Bergen. Camping bin ich nicht sicher, im Zweifel einfache Unterkünft aber vor Ort. Beste Zufahrt mit Wohnmobil von Süden von der N-240 aus unweit Jaca (auch Pilgerroute). Hecho wäre natürlich auch ein schöner Standort in den Bergen, mehrere Campings dort, auch noch weiter oberhalb vom Ort.
Ein anderer denkbarer Standort wäre weiter westlich am Yesa-Stausee - wie ein blaues Meer, insgesamt aber die Infrastruktur am See spartanischer als man denken mag. Campings gibt es aber. Neben den Tälern nach Norden lohnt der Blick über die Grenze nach Navarra nach Lumbier, mit der Hoz de Lumbier ein grandiose Geierschlucht - fahrbar auch mit Rad. Nach Süden vom Yesa-Stausee bestehen Anschlüsse etwa nach Murillo/Ayerbe mit den bereits angesprochen Los Mallos - Ayerbe zudem ein Zentrum für Pilze. Die Entfernungen für verschiedene Sehenswürdigkeiten und Routen sind jedoch für feste Standorte hier schwierig. Vieles geht über Tagesrundkursniveau hinaus.
Die angeprochen Bardenas Reales sind gleichwohl in Navarra, letzter reizvoller Standort zuvor in Aragonien Uncastillo, aber ohne Camping, allerdings Jugendherberge. Die Bardenas lassen sich ggf. mit mehreren Tagestouren erkunden. Ausgangsstandorte wären aber besser in Navarra zu wählen wie in Arguedas oder größter Camping dort in Olite. Die Route zu den Bardenas ab Ayerbe ist weniger spektakulär.
Von Ayerbe nordöstlich möchte ich nicht meine Begeisterung der Route über den Collada A Barza verheimlichen, dabei sind wir beim Gallégo-Fluss. Zur Westseite dort bestehen Anschlüsse nach Sabinanigo und Huesca. Huesca hat eine gepflegten Camping am Stadtrand mit Heckenparzellen, die Stadt selbt finde ich aber nicht so maßgeblich dolle. Landschaftliche Attraktionen sind dann auch erstmal recht weit entfernt von der Stadt. Als Tagestourenstadnort eher ungeeignet.
Mit dem Barza-Pass und der Monrepos-Passtraße wird auch bereits die Sierra de Guarra angerissen. Sie ist schwer zugänglich, quasi auf Stichstraßen von Norden und Süden, wohl auch eine kleine von Westen von der Monrepos-Passstraße. Gute Karten besorgen - dann gibt es viele MTB-Touren, aber auch Wanderungen, die möglich sind. Meine Wanderung ab einer der Hauptstandorte (Rodellar) hinterließ bleibende Eindrücke einer der bizarrsten Felsskulpturlandschaften, die ich kenne. Jenseits der Kletterfreunde ein weitgehend vernachlästigtes Highlight Aragoniens.
Damit weiter östlich sei auch der Bonansa-Pass als einer der schönsten hervorgehoben, ergänzt etwa mit der Mondlandschaft bei Egea. Einige Campingstandort umher vorhanden, spontan fällt mir neben dem von mir besuchten in Camping Baleira einer in Puebla de la Roda und in Graus (südlicher, Ésera-Tal) ein. Anschlussmöglichkeiten sind hier nach Katalonien. Dabei liegt der Noguera Ribargorçana auf der Grenze zwischen Katalonien und Aragonien und bildet mehrere imposante Stauseen und Schluchten, wobei nicht alle Teile zwischen Alfarrás im Süden und El Pont de Suert fahrbar sind. Campings sind aber jenseits von El Pont dort schwierig (falls vorhanden ggf. ohne größere Infrastruktur)
Ganz im Norden hier nicht zu verleugnen weitere sehenswerte Täler wie Anisclo (evtl. mit Ordesa-Park verbinden), Pineta und Benasque. Eine anspruchsvolle wie lohnenswerte Pistenvariante zwischen Bielsa und Castejon de Sos führt über den Puerto de Sahùn.
Quellenhinweise: Aragonien wird in Kap. 4 meiner Pirineosaurus-Legende blumig und bildreich beschrieben, wobei die angrenzenden Kap. 3 und 5 ebenfalls zu berücksichtigen sind. Eine Fahrt vom Bielsa-Tunnel weiter nach Katalonien u.a. mit obiger Pistenvariante fidet sich hingegen Teil 8 meiner Tour Pyrénées Cathares-Catalán.
Martin hat euch bereits etliche Tipps gegeben. Ich versuche Wiederholungen zu vermeiden. Die Täler nach Norden zum Pyrenäenkamm wie z.B. Hecho oder Ansò sind Stichtäler, es gibt zuweilen Verbindungen auch halber Strecke der Täler, z.B. auch vom Hecho-Tal zum Tal zum Somport-Pass. U.a. dort ein kleines Zentrum für MTB-Touren, Aísa - ein echter Geheimtipp in den Bergen. Camping bin ich nicht sicher, im Zweifel einfache Unterkünft aber vor Ort. Beste Zufahrt mit Wohnmobil von Süden von der N-240 aus unweit Jaca (auch Pilgerroute). Hecho wäre natürlich auch ein schöner Standort in den Bergen, mehrere Campings dort, auch noch weiter oberhalb vom Ort.
Ein anderer denkbarer Standort wäre weiter westlich am Yesa-Stausee - wie ein blaues Meer, insgesamt aber die Infrastruktur am See spartanischer als man denken mag. Campings gibt es aber. Neben den Tälern nach Norden lohnt der Blick über die Grenze nach Navarra nach Lumbier, mit der Hoz de Lumbier ein grandiose Geierschlucht - fahrbar auch mit Rad. Nach Süden vom Yesa-Stausee bestehen Anschlüsse etwa nach Murillo/Ayerbe mit den bereits angesprochen Los Mallos - Ayerbe zudem ein Zentrum für Pilze. Die Entfernungen für verschiedene Sehenswürdigkeiten und Routen sind jedoch für feste Standorte hier schwierig. Vieles geht über Tagesrundkursniveau hinaus.
Die angeprochen Bardenas Reales sind gleichwohl in Navarra, letzter reizvoller Standort zuvor in Aragonien Uncastillo, aber ohne Camping, allerdings Jugendherberge. Die Bardenas lassen sich ggf. mit mehreren Tagestouren erkunden. Ausgangsstandorte wären aber besser in Navarra zu wählen wie in Arguedas oder größter Camping dort in Olite. Die Route zu den Bardenas ab Ayerbe ist weniger spektakulär.
Von Ayerbe nordöstlich möchte ich nicht meine Begeisterung der Route über den Collada A Barza verheimlichen, dabei sind wir beim Gallégo-Fluss. Zur Westseite dort bestehen Anschlüsse nach Sabinanigo und Huesca. Huesca hat eine gepflegten Camping am Stadtrand mit Heckenparzellen, die Stadt selbt finde ich aber nicht so maßgeblich dolle. Landschaftliche Attraktionen sind dann auch erstmal recht weit entfernt von der Stadt. Als Tagestourenstadnort eher ungeeignet.
Mit dem Barza-Pass und der Monrepos-Passtraße wird auch bereits die Sierra de Guarra angerissen. Sie ist schwer zugänglich, quasi auf Stichstraßen von Norden und Süden, wohl auch eine kleine von Westen von der Monrepos-Passstraße. Gute Karten besorgen - dann gibt es viele MTB-Touren, aber auch Wanderungen, die möglich sind. Meine Wanderung ab einer der Hauptstandorte (Rodellar) hinterließ bleibende Eindrücke einer der bizarrsten Felsskulpturlandschaften, die ich kenne. Jenseits der Kletterfreunde ein weitgehend vernachlästigtes Highlight Aragoniens.
Damit weiter östlich sei auch der Bonansa-Pass als einer der schönsten hervorgehoben, ergänzt etwa mit der Mondlandschaft bei Egea. Einige Campingstandort umher vorhanden, spontan fällt mir neben dem von mir besuchten in Camping Baleira einer in Puebla de la Roda und in Graus (südlicher, Ésera-Tal) ein. Anschlussmöglichkeiten sind hier nach Katalonien. Dabei liegt der Noguera Ribargorçana auf der Grenze zwischen Katalonien und Aragonien und bildet mehrere imposante Stauseen und Schluchten, wobei nicht alle Teile zwischen Alfarrás im Süden und El Pont de Suert fahrbar sind. Campings sind aber jenseits von El Pont dort schwierig (falls vorhanden ggf. ohne größere Infrastruktur)
Ganz im Norden hier nicht zu verleugnen weitere sehenswerte Täler wie Anisclo (evtl. mit Ordesa-Park verbinden), Pineta und Benasque. Eine anspruchsvolle wie lohnenswerte Pistenvariante zwischen Bielsa und Castejon de Sos führt über den Puerto de Sahùn.
Quellenhinweise: Aragonien wird in Kap. 4 meiner Pirineosaurus-Legende blumig und bildreich beschrieben, wobei die angrenzenden Kap. 3 und 5 ebenfalls zu berücksichtigen sind. Eine Fahrt vom Bielsa-Tunnel weiter nach Katalonien u.a. mit obiger Pistenvariante fidet sich hingegen Teil 8 meiner Tour Pyrénées Cathares-Catalán.