Re: Rückweg nach Deutschland vo Kroatien (Cres)

Posted by: veloträumer

Re: Rückweg nach Deutschland vo Kroatien (Cres) - 04/09/15 12:21 PM

In Antwort auf: Falk
Wenn es über Slowenien und die Tauernstrecke gehen soll, dann wäre Sežana nicht sinnvoll. Fahrradunfreundlich ist insbesondere die HŽ. Der kürzeste Weg zu einer fahrradtransportierenden Eisenbahn ist der nach Ilirska Bistrica. Von Cres nicht nach Krk, sondern über die Seestrecke Poroizina–Brestova nach istrien, dann ein bisschen mühsam den Berg hoch zur Küstenstraße, Richtung Opatija-Matulj und dann über die D8 Richtung Rupa.

Ich habe zum Spaß mal auf der DB-Seite herumgespielt. Der Bahnverkehr in Slowenien scheint in vielen Fällen auf Busse verlegt zu sein. Zumindest laut DB-Info keine Radmitnahme. Das gilt auch für Sezana und Kozina, aber auch für Ilirska Bistrica - das erklärt auch, warum es da so ruhig war, als ich vorbeischaute. (Ich habe in Slowenien noch nie einen fahrenden Zug auf Gleisen gesehen, obwohl ich auch schon Teile an Bahnstrecken gefahren bin.) Es tauchen aber zwei Schnellzüge pro Tag auf (mittags, später Abend), die verkehren ab Rijeka nach Ljubljana (über Ilirska Bistrica) ohne Umsteigen und werden mit Radmitnahme angegeben. Zustiegsmöglichkeit wäre auch im Vorort Matulj (sei empfohlen). An Sonntagen fahren die slowenischen Bahnbusse sehr reduziert, die sind also weniger an Touristen ausgerichtet. Einen einzigen IC pro Tag konnte ich ab Koper ermitteln, er fährt über Kozina, es ist aber keine Radmitnahme vermerkt.

Ich würde eh empfehlen, den Anfang der Reise in Deutschland zu kürzen und am Alpenrand zu beginnen, um stattdessen etwas mehr Zeit zur Beradelung von Istrien zu investieren. Vor-der-Haustür-Touren kann man immr noch leicht nachholen. Je nach Hinreiseroute kann man auf dem Rückweg nach Italien noch etwas istrisches Binnenland und/oder Triester Küstenregion und/oder slowenische Weinstraßen einschließen - gewiss im August alles sehr warme Gegenden, gleichwohl sehr lieblich. Bucht man den Nachtzug ab Udine fix, ist man zumindest geografisch noch flexibel, ob man den Zubringerzug ab Trieste, Monfalcone oder Gorizia wählt, im Zweifel schafft man es durchs Collio auch noch bis Udine. Bei der Rückreise mit Nachtzug nach Hessen würde ich mir überlegen, ob man in München noch eine bayerischen Biergarten-Tag verbringt um erst abends die endgültige Heimreise anzutreten, damit tagsüber nicht im Zug versauert.

Noch ein Hinweis zum Einstiegsort und Reisestrategie mit Nachtzug: Preislich ist es kein Unterschied, in Vendig-Mestre, Venedig, oder Udine einzusteigen. Entsprechend sollte man sich das überlegen: Man könnte per Regionalzug nach Venedig fahren und sich dort die Stadt anschauen. Das macht aber nur Sinn, wenn man eine entsprechend lange (Tages)pause hat. Will man in den Nachtzug lieber früh, um mehr zu schlafen, aber nicht Venedig besuchen, sollte man in Mestre umsteigen. Man wird aber im Sommer auch wegen des Betriebes im Zug nicht früh schlafen können. Möchte man nur abends noch ein Abschiedsessen einnehmen, ist weder Venedig naoch Venedig-Mestre ein gutes Pflaster (zu teuer, Gefahr des Touri-Nepps). Dann sollte man besser Udine wählen. Planabfahrt ist dort 3/4 Elfe - also etwa genau richtig zum In-die-Falle-Fallen. Sollte man schlecht geschlafen haben, könnte man gemäß meines Vorschlages noch an der Isar oder im Englischen Garten etwas nachdösen, sofern man nicht vom Bierduft aus dem Schlaf gerissen wird. bier