Re: Teneriffa - Radeln und Gipfelstürme

Posted by: Falk

Re: Teneriffa - Radeln und Gipfelstürme - 01/09/15 01:01 AM

Seilbahn ist nicht sinnvoll, der Einstieg zum Teide ist die Montaña Blanca ein paar Kilometer in Richtung El Portillo. Die Stelle auf so etwa 2400m ist nicht zu übersehen. Weiter kommst Du aber nicht, die Nationalparkaufpasser verhindern das recht effektiv. Du kämst, wenn das möglich wäre, auch nur bis zur Estancia de los Ingleses auf der gleichnamigen Kuppe Montaña Blanca bei gut 2700 Metern. Dort beginnt ein Serpentinenpfad durch eine Rinne bis zur Hütte. Ich halte den für unbefahrbar. Begehbar ist er aber recht gut und auch ich bin dort schon viermal wieder runtergekommen. Hinterher bist Du nur untenrum dreckig. Vulkane sind eine bröckelige Angelegenheit.
Wenn Du auf der Hütte schläfst (was ich nur empfehlen kann) und früh beizeiten aufsteigst, dann kannst Du die Gipfelgenehmigung in der Pfeife rauchen. Bevor die Seilbahn fährt, ist niemand auf der Rambleta, der die Genehmigungen kontrollieren könnte. Das weiß der Nationalpark, doch ist die Menge derer, die in der Hütte schlafen, verkraftbar.
Jetzt die faulen Eier: Ende Januar ist Winter. Behalte im Hinterkopf, dass Du nicht auf den Teide kommst. Schnee verhindert das, wenn er liegt, recht effektiv. Ganz persönlich würde ich dann Steigeisen benutzen. Es kann aber sein, dass die Nationalparkkameraden darauf wegen des Bröckelmaterials allergisch reagieren. Ich habe, wie schon erwähnt, vier Anläufe gebraucht. Einmal Überlastung, einmal Schnee (beides im März/April), einmal Sauwetter (November), einmal traumhaft (eine Woche vor Weihnachten).
Mietfahrrad bedeutet keine Träger und kein Licht. Runterfahren aus den Cañadas dauert auf kurzem Weg über El Portillo nach Puerto de la Cruz (die anderen Richtungen sind deutlich länger) bei guten Fahrbahnverhältnissen eineinhalb Stunden. Wenn es dunkel wird, kann Dir das Wasser im Arsch verdammt schnell kochen. Ich würde es auf keinen Fall machen und immer mit dem eigenen Hobel mit Licht, Trägern und Schutzblechen fahren wollen.
Wildzelten kannst Du im Nationalpark genauso vergessen wie Radfahren außerhalb von Straßen. Außerhalb ist es verdammt schwierig, eine ebene stelle zu finden. Naja, und wenn Du schonmal da bist, Gomera ist nicht weit weg und leicht erreichbar.
Wie geht es Deinem castellano? Außerhalb der Touriansammlungen wird es mit Fremdsprachen schnell dünn.