Re: Kopenhagen mit dem Tandem erfahren

Posted by: Fuchter

Re: Kopenhagen mit dem Tandem erfahren - 02/18/14 03:25 PM

Hello,
ich war schon 7x als Tourist in Kopenhagen und es war bestimmt nicht das letzte Mal. Ich bin dabei angereist mehrfach mit dem Auto über Fähre Puttgarden (gibts die überhaupt noch?), mit dem Nachtzug ab Nürnberg, mit dem dän. IC ab Hamburg, mit dem Flugzeug ab Nürnberg, mit dem IC ab Nürnberg und dann ab Flensburg mit Fahrrad. Ich habe es jedoch nie geschafft für den Nachtzug ab Nürnberg einen Fahrradplatz zu bekommen. Ich glaube ab/ über Nürnberg gibt es den CNL gar nicht mehr. Ich persönlich würde mir für Kopenhagen-only und Umgebung den Stress nicht mehr antun und ein Rad mitschleppen. Ich leihe mir vor Ort in einem Laden ein Rad.
Geschlafen habe ich mehrfach im Danhostel Amager (auch 2-Bett-Zimmer), auf dem Camingplatz in Bröndbyöster, bei einem Freund privat in Holte und zuletzt im Genearator Hostel mitten in der Stadt für unschlagbare 53 Euro für 3 Nächte in einem 6- oder 8 Bett Zimmer. Es war mit 37 meine erste Hostel-Erfahrung und bestimmt nicht meine letzte. Das Zimmer wurde jeden Tag geputzt, die Dusche/ WC im Zimmer war ebenfalls sehr sauber und wg. Schnarchen haben wohl eher meine Mitschläfer gelitten. Es gab free WiFi und für 7 Euro ein gutes Frühstücksbuffet. Alle Unterkünfte waren per Rad oder Öffis sehr gut erreichbar.
Bei meinen ersten Besuchen habe ich die klassischen Touri-Ziele angeschaut: die Schlösser, Christiania, Börse, Nyhavn, Carlsberg Brauerei, kleine Meerjungfrau, alles was so am Wasser ist, Tivoli noch nie, ich mag keine Vergnügungsparks, Botanischer Garten, Meeresmuseum in Charlottenlund. Das war auch so ziemlich das einzige Museum, weil mich die auch nicht so reizen. Ich schau mir lieber Land, Leute, Leben und Gebäude an.
Bei meinem letzten Besuch war ich ohne Frau da und hab mir mal alles ausserhalb der Touri Hotspots angesehen und bin mit dem Rad auch diverse Viertel abgefahren.
Was ich interessand fand waren: Amager Strand, den Imbiss/ Planespotter-Treff direkt am Flughafen-Amager Landvej, Christiania ist immer interessant, Ismageriet- Kongelundsvej 116 (bestes Eis in der Stadt), Frederiksberg- dort hab ich mir mal angeschaut wie der Macher von CopenhagenCycleChic/ Copenhagenize wohnt, in Christianshavn rumgegurkt, Islands Brygge, überhaupt die neuen Viertel am Wasser und in Örestad, die Königliche Bibliothek, die Hafenbäder ggü. Islandsbrygge, die Elmegade, Nyboder, die Häuserreihen zwischen Fredensbro und Österbrogade am südl. Seeufer, Rund um die Seen radeln, die Schrebergartenkolonie Nokken, auf den Hügel hoch im Amagerfaelled, der Laden von Larry vs Harry Lastenrad- Frederiksborggade 41, einse der Velorbis-Boutiken, die Oper, den ehem. Schlachthof Ködbyen, etc...es gibt echt für jeden Interessentyp was zu entdecken. Ich könnte z.B. einen ganzen Tag damit zubringen zw. Nyhavn und Schauspielhaus am Wasser zu sitzen, ein kühles Bier trinken und dem Touristengewusel zuschauen. Wer es etwas einheimischer möchte ist an der Islands Brygge besser aufgehoben. Oder während der Rush-Hour die Massen an Radfahrern an einer belebten Kreuzung bestaunen. Und natürlich den obligatorischen Hot Dog nicht vergessen- 2 Bissen für 3 Euro. Softeis ist natürlich auch lecker; die Ismageriet ist echt unschlagbar. Wenn man sich bisschen selbst versorgt und nicht auf Touri-Nepp reinfällt und abseits der Pfade bewegt, ist Kopenhagen bezahlbar. Trotzdem ist alles ca. 1/3 teurer als in D-Land.
Ach fast vergessen: wenn man mal etwas Ruhe möchte dann mit dem Rad nach Dragör radeln. Nettes Fischerdörfchen mit Blick auf die Öresundbrücke, nach Schweden und man fährt unter der Start/ Landebahn vom Kph. Flughafen durch.